Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger hat in Italien einen Grossauftrag von rund 45 Millionen Franken an Land gezogen. Das Unternehmen wird für einen Solarmodulhersteller zwei Produktionslinien zur Herstellung für sogenannte bifaziale Heterojunction-Solarzellen montieren und warten.

Diese Solarmodule produzieren sowohl über die Vorder- wie auch Rückseite des Moduls Elektrizität. Die Produktionsanlage dafür soll vollständig automatisiert werden, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht. Die zwei Produktionslinien werden eine Gesamtproduktionskapazität von bis zu 200 Megawatt ermöglichen.

«Strategisch bedeutend»

Die Auslieferung startet Mitte des nächsten Jahres, 2019 soll der Betrieb voll aufgenommen werden. Zum Auftrag gehört auch, dass Meyer Burger die Mitarbeiter des italienischen Unternehmens vor Ort schult.

Weiter geht Meyer Burger mit dem Kunden eine Entwicklungspartnerschaft ein, um den Wirkungsgrad der Heterojunction-Solarzellen zu steigern. In der Mitteilung bezeichnet das Thuner Unternehmen den Auftrag als «strategisch bedeutend». Beim italienischen Photovoltaikhersteller handelt es sich um eine Tochter eines multinationalen Energieunternehmens.

Rote Zahlen

Meyer Burger hatte in der ersten Jahreshälfte 2017 deutlich mehr neue Aufträge eingeholt als im Vorjahr. Das Unternehmen schreibt zwar seit Jahren rote Zahlen. Vor Abschreibungen und Amortisationen erreichte Meyer Burger aber im vergangenen Jahr erstmals wieder die Gewinnzone. Das Unternehmen hat sich zudem mit einer Kapitalerhöhung und einem neuen Chef neu aufgestellt.

(sda/gku/ise)

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