Dem Halbleiterhersteller Micronas haben Japan-Krise und Frankenstärke 2011 den Umsatz um 17 Prozent einbrechen lassen. Er betrug noch 158,8 Millionen Franken. Das Unternehmen hat gemäss eigenen Aussagen mit diesem Rückgang gerechnet.

Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern belief sich 2011 auf 20,6 Millionen Franken, nach 26,1 Millionen Franken im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente der Halbleiterhersteller jedoch klar mehr als noch im Vorjahr. Der Gewinn belief sich auf 11,5 Millionen Franken, wie Micronas mitteilte. 2010 hatte das Unternehmen 6,7 Millionen Franken verdient.

Micronas-Chef Matthias Bopp sprach denn auch von einem erfolgreichen Geschäftsjahr - «obwohl die Krise in Japan angesichts des hohen Umsatzanteils von Micronas in dieser Region unser Unternehmen hart getroffen und die Euro-Schwäche unseren Umsatz beeinträchtigt hat», liess sich Bopp im Communiqué zitieren.

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Vorsichtige Aussichten

Die beiden Geschäftsbereiche Automotive und Consumer entwickelten sich umsatzmässig unterschiedlich. Mit Sensoren und Mikrochips für die Automobilindustrie schaffte Micronas einen Umsatz von 151,8 Millionen Franken. Das ist ein Rückgang von 7 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Währungsbereinigt (in Euro) sei der Automotive-Umsatz gegenüber dem Vorjahr aber um 3 Prozent gestiegen, schreibt der Konzern.

Mit den Sensorsystemen für industrielle Anwendungen - Bereich Consumer - setzte das Zürcher Unternehmen jedoch deutlich weniger um. Der Umsatz fiel von 26,6 Millionen Franken im Vorjahr auf 7 Millionen Franken. Grund für die schlechten Zahlen in diesem Bereich sei vor allem die Euro-Schwäche. Im letzten Quartal etwa setzte Micronas im Bereich Consumer mit 1,2 Millionen Franken im Vergleich zum Vorquartal weniger als die Hälfte um.

Der Verwaltungsrat und das Management rechnen für das erste Halbjahr 2012 mit einem Umsatz im Bereich von 80 bis 82 Millionen Franken.

(muv/tno/sda)