Der Halbleiter-Hersteller Micronas hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 115,2 Millionen Franken umgesetzt. Dies entspricht im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von über 20 Prozent. Mit 35,5 Millionen Franken steuerte das dritte Quartal in etwa einen Drittel dazu bei.

Wie das Unternehmen mit Sitz in Zürich am Dienstag weiter mitteilte, lag der Betriebsgewinn (EBIT) für das dritte Quartal 2011 bei 5,2 Millionen Franken und für die Neun-Monats-Periode bei 13,5 Millionen Franken, was einem Minus von 22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkommt. Insgesamt resultierte von Januar bis September ein Verlust von 1,1 Millionen Franken, für das letzte Quartal gar ein Verlust von 2,4 Millionen Franken.

Damit hat das Unternehmen die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 33,9 Millionen Franken, einem EBIT von 1,4 Millionen Franken und einem Reinverlust von 2,6 Millionen Franken gerechnet.

Gründe für den Verlust gibt es verschiedene: Zum einen musste Micronas seine Beteiligung an der ebenfalls in der Halbleiterindustrie tätigen Trident Microsystems wertberichtigen, was das Finanzergebnis mit 7,3 Millionen Franken belastete. Zum anderen spürte insbesondere die Automotive-Sparte, die Microchips für Auto-Elektroniksysteme produziert, weiterhin die durch Tsunami und Erdbeben bedingten Produktionsausfälle in Japan.

Der Bestellungseingang in der Automobilindustrie erholte sich jedoch im dritten Quartal wieder. Mit 38,6 Millionen Franken stieg er gegenüber dem zweiten Quartal um 22,5 Prozent an. Auch die Kurzarbeit hätte während den Sommermonaten vorübergehend aufgehoben werden können, so Micronas.

Für das Gesamtjahr rechnet Micronas daher neu mit einem Umsatz von 155 Millionen Franken und einer EBIT-Marge von 12 Prozent. Anlässlich der Halbjahrespublikation Mitte Juli erwartete das Unternehmen noch einen Umsatz zwischen 150 und 155 Millionen mit einer EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent.

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(vst/rcv/sda/awp)