Der Gewinn von Micronas stieg auf 7 Millionen Franken nach 1,3 Millionen im Vorjahr.

Der Betriebsgewinn (Ebit) wuchs mit 59,6 Prozent ebenfalls deutlich und erreichte 13,1 Millionen Franken, gab Micronas bekannt. Der Umsatz legte um 9 Prozent auf 86,9 Millionen Franken zu.

Zum positiven Ergebnis hat laut Micronas die Stärke des japanischen Yen beigetragen. Zudem profitierte das Unternehmen vom Wiedererstarken der japanischen Autohersteller, nachdem die Branche im Vorjahr unter den Folgen des Erdbebens im März gelitten hatte.

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Die positive Geschäftsentwicklung erlaubte es Micronas, die Kurzarbeit am Standort in Freiburg per Ende Juni einzustellen. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen, dass sich die weltweite Nachfrage nach Automotive-Produkten halten wird. Anvisiert wird ein Jahresumsatz von rund 170 Millionen Franken und eine Ebit-Marge von etwa 15 Prozent.

Börse erfreut

Der Aktienkurs des Halbleiterherstellers Micronas ist am Dienstag nach Vorlage der Halbjahreszahlen gestiegen. Bis gegen 10 Uhr gewann das Papier 3,2 Prozent an Wert. Der Swiss Performance Index (SPI) kursierte zur gleichen Zeit auf dem Niveau des Vorabends.

Micronas hat mit einem deutlichen Gewinnplus die Erwartungen der Analysten übertroffen. Vontobel-Analyst Michael Foeth zeigte sich von den Umsatzzahlen positiv überrascht. Der Auftragseingang sei «solide» und deute auf ein gutes drittes Quartal hin.

Micronas hat für das laufende Jahr neu eine Umsatzschätzung von 170 Millionen Franken bei einer Ebit-Marge von 15 Prozent ausgegeben. Im Urteil des ZKB-Analysten Andreas Müller entspricht dieser Ausblick dem Konsens der Erwartungen, während der Margenausblick leicht darüber liege.

Michael Foeth von Vontobel zeigte sich von den Aussichten mehr angetan: Diese würden seiner Ansicht nach dazu führen, dass die Schätzungen um etwa 15 Prozent angehoben werden. Er sehe aber nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial für die Aktie.

(chb/aho/sda)