Der Halbleiterhersteller Micronas hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015 den eigenen Erwartungen entsprechend erneut einen rückläufigen Umsatz verzeichnet, vor allem wegen des schwachen japanischen Automobilmarkts. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gingen die Verkäufe um 19 Prozent auf 31,2 Millionen Franken zurück. Der EBIT fiel in den roten Bereich und belief sich auf -0,03 Millionen Franken, wie Micronas am Donnerstag mitteilt. Das Reingewinn war mit -2,2 Millionen Franken das dritte Quartal in Folge negativ.

Damit wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 33,6 Millionen Franken, für den EBIT bei 1,0 Millionen und für das Reinergebnis bei -0,1 Millionen.

Aufträge wurden aufs nächste Jahr verschoben

Im dritten Quartal 2015 habe die Auslastung der Freiburger Fertigungsanlagen unverändert bei 85 Prozent gelegen.

Über die ersten neun Monate kumuliert ergab sich ein Umsatzminus um 15 Prozent auf 102,0 Millionen Franken. Der EBIT fiel um 62 Prozent auf 1,88 Millionen zurück und das Reinergebnis lag bei -7,4 Millionen, dies nach einem Gewinn von 3,1 Millionen im Vorjahr.

Der Abwärtstrend des japanischen Automobilmarktes habe dazu geführt, dass die japanischen Kunden Lagerkorrekturen in ihren Beständen vorgenommen haben. Demzufolge seien Aufträge, welche im vierten Quartal als Umsatz eingeplant gewesen seien, ins nächste Jahr verschoben worden.

Tiefere Jahresprognose

Entsprechend werden die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2015 reduziert. Neu wird mit einem Umsatz von 132 Millionen Franken gerechnet, was einem währungsbereinigten Minus von 3 Prozent entsprechen würde. Die EBIT-Marge wird gemäss der neuen Guidance in den Bereich zwischen 0 und 1 Prozent zu liegen kommen. Bisher galt für den Umsatz eine Prognose von 135 Millionen Franken und für die Marge «im tiefen einstelligen Prozentbereich».

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(awp/mbü/ama)