Der Chef des Softwareriesen Microsoft, Steve Ballmer, wird im kommenden Jahr in Pension gehen. Nach 13 Jahren an der Konzernspitze werde er die Führung des Unternehmens binnen zwölf Monaten abgeben, teilte Microsoft mit. Der 57-Jährige Ballmer hatte die Führung von Microsoft im Jahr 2000 von Konzerngründer Bill Gates übernommen.

«Es gibt nie eine perfekte Zeit für einen solchen Übergang, aber jetzt ist die richtige Zeit», erklärte Ballmer in der Mitteilung. Microsoft brauche einen Chef, der für längere Zeit den Wandel zu einem Unternehmen für Geräte und Dienstleistungen begleiten werde.

Er werde solange noch auf seinem Posten bleiben, bis ein Nachfolger ernannt ist. Für den Job kämen sowohl interne als auch externe Kandidaten infrage.

Ein Sonderausschuss sucht den Nachfolger

Der Microsoft-Verwaltungsrat setzte einen Sonderausschuss für die Suche nach einem Nachfolger ein. Microsoft-Gründer Bill Gates kündigte an, dass er bei der Suche nach einem neuen Konzernlenker helfen werde.

Da der Konzernumbau von Microsoft andauern werde, setzt der scheidende Ballmer auf eine langfristige Lösung. «Wir brauchen einen CEO, der für die neue Ausrichtung länger bleibt», erklärte er.

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Microsoft war getragen vom Erfolg des Windows-Betriebssystems zu einer dominierenden Kraft im PC-Markt geworden. Allerdings schrumpft das Geschäft mit klassischen Computern inzwischen, weil Smartphones und Tablets auf dem Vormarsch sind. Das macht Microsoft zu schaffen. Das Unternehmen versuchte unter Ballmer zwar, in diesen Bereichen Fuss zu fassen, sein Marktanteil ist aber bisher gering.

(sda/vst)

Berühmter Ballmer-Tanz an der Entwicklerkonferenz