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Microsoft erwärmt sich für Linux

Das Linux-Symbol: Microsoft öffnet sich für das rivalisierende Betriebssystem. Flickr/CC/Andrés Alvarez I

Jahrelang stand Microsoft mit Linux auf Kriegsfuss. Doch nun gibt der US-Computerkonzern eine Software für Linux frei. Die Massnahme trägt die Handschrift des neuen Microsoft-Chefs.

Veröffentlicht am 08.03.2016

Microsoft reisst weitere Mauern ein. Der weltgrösste Softwarehersteller öffnet seine Software zur Verwaltung von Firmendaten erstmals für das rivalisierende Betriebssystem Linux, wie der US-Konzern in der Nacht zu Dienstag ankündigte. Bisher konnten Kunden den sogenannten SQL Server nur nutzen, wenn sie mit dem Microsoft-eigenen Betriebssystem Windows operierten.

Lange Zeit hat Microsoft sein eigenes Ökosystem erbittert geschützt. Doch seit Satya Nadella 2014 das Ruder bei dem Unternehmen aus dem Silicon Valley übernahm, haben sich die Vorzeichen geändert. Nadella setzt auf Öffnung und will Microsoft stärker zu einer Plattform ausbauen. So sind seit einiger Zeit auch Windows-Produkte mit dem Apple -Betriebssystem iOS kompatibel, und ein Microsoft-Cloud-Dienst wurde für Kunden von RedHat geöffnet, das eine populäre Linux-Version anbietet.

Bedrohung für Oracle

Microsoft rangiert mit seinem Datenverarbeitungssystem SQL hinter Branchenprimus Oracle, dessen Marktanteil bei mehr als 40 Prozent liegt. Laut Gartner-Analyst Merv Adrian stellt die Öffnung von Microsoft, die erst im kommenden Jahr komplett umgesetzt wird, eine Bedrohung für Oracle dar. Derzeit liege der Marktanteil der Windows-Firma bei rund einem Fünftel. Auch IBM und SAP sind in diesem Bereich tätig.

(reuters/mbü/ama)

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