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Übernahme
Microsoft kam im Duell um Linkedin zum Sieg

Linkedin: Hart umworben. Keystone

Offenbar war nicht nur Microsoft am Kauf von Linkedin interessiert. Software-Anbieter Salesforce hat laut Chef Marc Benioff mitgeboten. Das grosszügige Angebot von Microsoft war aber nicht zu toppen.

Veröffentlicht am 17.06.2016

Microsoft ist nicht der einzige Kaufinteressent beim Karrierenetzwerk Linkedin gewesen: Auch der Software-Anbieter Salesforce war im Rennen. Salesforce-Chef Marc Benioff bestätigte das Interesse in der Nacht auf Freitag dem Technologieblog «Recode», machte aber keine Angaben zur Höhe seines Gebots.

Microsoft bot einen Aufschlag von rund 50 Prozent auf den jüngsten Aktienpreis von Linkedin und lässt sich die Übernahme mehr als 20 Milliarden Dollar kosten.

Microsoft mit Salesforce im Gespräch

Salesforce spezialisiert sich auf Software für Unternehmen, die direkt aus der Cloud bereitgestellt wird. Nach Informationen von «Recode» war die Firma vor allem am Linkedin-Geschäft mit Diensten für die Personalsuche interessiert. Das Businessnetzwerk wertet Daten aus, um Firmen passende Jobkandidaten vorzuschlagen.

Anfang des Jahres habe Microsoft versucht, Salesforce zu kaufen, schrieb «Recode» weiter. Die Gespräche seien aber an unterschiedlichen Vorstellungen über den Preis und den Freiraum für Salesforce unter dem Dach von Microsoft gescheitert.

Aktive Suche nach Käufer

Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete zugleich, Linkedin habe sich Microsoft selbst zum Kauf angeboten. Der weltweit agierende Konkurrent des deutschen Netzwerks Xing hat über 430 Millionen Mitglieder, die berufliche Profile anlegen und nach neuen Jobs Ausschau halten können.

Der Aktienkurs von Linkedin war in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Nach dem Deal sehen einige Branchenexperten auch Twitter als wahrscheinlicheren Übernahmekandidaten – der Kurznachrichtendienst hat einen Grossteil seines Börsenwerts verloren und schreibt rote Zahlen. Zudem ist es für Technologiefirmen schwieriger geworden, an frisches Geld zu kommen. Die Branche sei in einer «Saison der Übernahmen», sagte Benioff «Recode».

(sda/jfr/hon)

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