Seit wenigen Tagen ist Playstation Move (Starter Pack ohne Konsole für 79 Fr.) für die Playstation 3 erhältlich. Ähnlich wie bei der Wii von Nintendo ist der Controller mit bewegungsempfindlichen Sensoren ausgestattet. Die Qualität der ersten Spiele ist nicht herausragend, aber es wurde auch nichts falsch gemacht.

Einfache Sport- und Partytitel, wie etwa Sports Champions, sorgen für unkomplizierte Unterhaltung, vieles wirkt aber von der Wii bekannt. Um sich aber von der etwas betagten Konkurrenz abzuheben, muss Sony jedoch noch einiges nachlegen. Einige Titel wie etwa Echochrome II zeigen das Potenzial auf. Beim Puzzlespiel wird der Controller als Taschenlampe eingesetzt und der Spieler muss damit den Weg des sonst hilflosen Helden ausleuchten.

Voller Einsatz mit Kinect

Bereits seit vier Jahren fuchteln Gamer mit den bewegungsempfindlichen Steuergeräten der Nintendo Wii (Komplettsystem ab 250 Fr.) durch die Luft. Davon liessen sich viele Gelegenheitsspieler an die Konsolen locken, doch gerade Hardcore-Gamer haben sich nie so richtig an das System herangetraut, auch weil es an entsprechender Software gefehlt hat. Das könnte sich nun ändern, denn im November steht die eigentliche Revolution bei den bewegungsempfindlichen Computerspielen an. Mit Microsoft Kinect (ca. 200 Fr. für den Sensor) für die Xbox 360 brauchen Spieler gar keine Steuergeräte mehr in der Hand zu halten. Kinect, ein Gerät mit mehreren Kameras und einem 3D-Mikrofon, vermisst den Spieler in wenigen Sekunden. 20 charakteristische Punkte am Rumpf, den Armen und den Beinen, erlauben es dem System, den Gamer sofort zu identifizieren und beinahe jede seiner Bewegungen zu imitieren. Das funktioniert verblüffend einfach. Um das Floss in Kinect Adventures im strömenden Bergbach zu steuern, lehnt sich der Spieler nach links und rechts, naht der Wasserfall, rettet er sich mit einem beherzten Sprung in den nächsten Flussabschnitt. Der Veröffentlichungstermin soll im kommenden November liegen.

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Bei Microsoft, das eher über eine konventionelle Gamer-Kundschaft verfügt, erhofft man sich, mit dem neuen Gerät vermehrt Gelegenheitsspieler anzusprechen. Um die Stammkundschaft nicht zu vergraulen, wird Kinect als Ergänzung zum bekannten Spielvergnügen beworben. Eine Bereicherung ist das System ohnehin.