Microsoft will die neue Version seines Betriebssystems Windows 10 automatisch mit dem beliebten Handyspiel «Candy Crush Saga» ausliefern. Für alle Nutzer, die auf Windows 10 wechseln, werde das Smartphone-Spiel automatisch installiert sein, teilte Microsoft in einem Blog-Eintrag mit.

Auch weitere Spiele des «Candy Crush»-Entwicklers King Digital Entertainment seien für Windows 10 geplant, schrieb Microsoft-Manager Brandon LeBlanc. Ausserdem kündigte Microsoft eine neue Fassung seiner klassischen «Solitaire Collection» mit Solitär, Hearts und Minesweeper an. Windows 10 soll im Sommer auf den Markt kommen.

Wichtiges Standbein von King

«Candy Crush» ist eines der populärsten Spiele von King. Noch immer spült das Smartphone-Spiel rund 38 Prozent der Umsätze in die Kassen des Entwicklers. Das Spiel zählt zu den sogenannten Freemium-Games, die grundsätzlich kostenlos sind. Spieler können aber gegen Zahlung digitale Zusatzleistungen erwerben.

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Dem Entwickler macht jedoch ungünstige Währungskurse zu schaffen. Daher werde das laufende Quartal schwächer ausfallen, erklärte die in London ansässige Firma zur Vorlage aktueller Quartalszahlen. Die King-Aktie verlor daraufhin im nachbörslichen Handel in New York in der Nacht zum Freitag mehr als zehn Prozent.

Unsichere Zukunft

Im ersten Quartal machte King 570 Millionen Dollar Umsatz. Das war ein Zuwachs von vier Prozent binnen drei Monaten - aber ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Games konnten zwar mehr Nutzer anlocken - inzwischen sind es 550 Millionen aktive Spieler - doch nicht viele von ihnen geben Geld aus. Es gab 8,5 Millionen zahlende Kunden. Das waren zwar 179 000 mehr als Ende 2014, aber mehr als ein Viertel weniger als im Vorjahresquartal.

Die Entwicklung von King wird in der Spielebranche besonders aufmerksam beobachtet. Die Firma stürmte mit «Candy Crush» auf die Smartphones, doch die grosse Frage ist, ob es ihr gelingt, daran mit weiteren Hits anzuknüpfen. Der einstige Überflieger Zynga fiel tief, als nach «Farmville» ähnliche Erfolge ausblieben. Der Gewinn stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 164 Millionen Dollar.

(awp/dbe/hon)