Die Schweizer Grossbank hat in den letzten fünf Jahren im Nachbarland Millionenverluste angehäuft, dies schreibt die «Handelszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. Die betrieblichen Verluste summierten sich zwischen 2009 bis 2013 gemäss den Geschäftsberichten der UBS Deutschland auf 39,2 Millionen Euro. Dabei war 2013 mit einen Minus von 27,4 Millionen Euro das schlechteste Jahr seit 2005.

Damals legte die Bank ihre drei Geschäftsbereiche Vermögensverwaltung, Asset Management und Investmentbank zusammen. Die neu gebildete Einheit startete fulminant. In den Jahren 2006, 2007 und 2008 generierte sie Gewinne von zusammen fast 150 Millionen Euro. Seither allerdings geht es bergab. Selbst  in den zwei Jahren mit schwarzen Zahlen lag das Plus bei bloss 10 respektive 13 Millionen Euro.

Nach Vergleichszahlung soll es in Deutschland vorwärtsgehen

Mit einer Vergleichszahlung von 300 Millionen Euro hat sich die UBS letzte Woche aus dem Steuerstreit mit Deutschland freigekauft. Dank dem Deal sei «ein Schlussstrich unter das Steuerthema» gezogen, so ein Sprecher. Man könne nun  «im europäischen Kernmarkt Deutschland nach vorne blicken».

Ein Sprecher betont, dass die UBS in Deutschland dank Standortschliessungen nun «die richtige Grösse» habe und 2013 die verwalteten Vermögen um acht Prozent gesteigert habe – auch dank Neugeldzuflüssen. 95 Prozent der deutschen Kunden hätten ihre Vermögen beim Fiskus deklariert oder würden an einem Legalisierungsprogramm teilnehmen. Bis Ende des Jahres will die Bank auf 100 Prozent kommen.

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