Der Verkauf sollte im Herbst 2008 starten. Man habe einen Partner für den Vertrieb der Pet-Flaschen mit dem Matterhorn im Boden gefunden. Ziel sei es, mehrere Millionen Flaschen Mineralwasser abzusetzen.
„Wir haben eine Wachstumsstrategie definiert, die sich allein in der Schweiz nicht realisieren lässt. Wir brauchen zusätzliche Volumen. Und Aproz braucht neue Absatzmärkte!.“ Das verkündete Aproz-Chef Michel Charbonnet damals im Magazin „Bilanz“. „Wir stellen die Swissness in den Vordergrund und vermarkten ein Qualitätswasser aus den Walliser Alpen“, so Charbonnet. Auch die Märkte im Mittleren Osten und in Asien wollte man mit dem Premiumprodukt erobern.
Eigens zu diesem Zweck liess Aproz einen aufwendigen Imagefilm produzieren – mit Heliaufnahmen rund ums Matterhorn, das auch die Etikette ziert. «Unser klares, sauberes Wasser ist wie kein anderes auf der Welt», lautet der Slogan. YouTube sollte die frohe Botschaft verbreiten. Weltweit. Nur hat die Welt offenbar nicht auf das Matterhornwasser gewartet.

Die Wasser-Offensive im Ausland ist gescheitert. „Wegen technischen Handelshemmnissen in den USA“, hiess es vor einem Jahr. Heute lautet die Begründung: „Wir haben zwar eine Bewilligung, in Nordamerika Aproz zu verkaufen. Aber wir haben noch keinen Partner dafür gefunden.“ Die frühere Partnerschaft habe sich zerschlagen, erklärt Migros-Mediensprecher Urs Peter Naef. Auch aus den Plänen für die asiatischen und arabischen Länder sei nichts geworden. „Die erhofften Geschäftsbeziehungen haben sich nicht ergeben.“