93 Supermärkte, 46 Fachmärkte, 37 Restaurants, 10 Klubschulen, zwei Fitnessparks, ein Freizeitzentrum, einen Golfpark, ein Hotel und sechs Fitnesszentren – damit machte die Genossenschaft Migros Ostschweiz 2013 einen Umsatz von 2,38 Milliarden Franken. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von gegen 59 Millionen.

Zu schaffen macht der Migros Ostschweiz nach wie vor, dass Schweizer im Ausland einkaufen. Zwar leide man nicht gleich stark unter dem Einkaufstourismus wie diejenigen in Basel oder Genf, gleichwohl «werden unsere Umsätze dadurch negativ beeinflusst», sagte Geschäftsleiter Christian Biland an seiner letzten Bilanzmedienkonferenz. Er geht dieses Jahr in Pension.

106 Millionen für Um- und Neubauten

Der Umsatz stieg bei einem insgesamt stabilen Preisniveau um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Gewinn konnte gar um knapp 7 Prozent gesteigert werden. Die Umsatzrendite betrug im vergangenen Jahr 2,5 Prozent , oder einfacher formuliert: Bei 100 Franken Umsatz bleiben der Migros Ostschweiz unter dem Strich 2.50 Franken Gewinn.

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Die Migros Ostschweiz investierte im vergangenen Jahr 106 Millionen Franken in zahlreiche kleinere Umbau- und einige Neubauprojekte, wie Martin Hitz, Leiter der Direktion Bau und Immobilien, vor den Medien im umfassend renovierten und ausgebauten Hotel Säntispark sagte. Bei einem Cashflow im letzten Jahr von 175 Millionen Franken betrug der Selbstfinanzierungsgrad der Migros Ostschweiz solide 164 Prozent.

Supermärkte als Motor

Der Motor der Migros Ostschweiz waren auch im vergangenen Jahr die Supermärkte, wie es Biland sagte. Mit den Supermärkten machte die Genossenschaft einen um 1,6 Prozent gesteigerten Umsatz von 1,84 Milliarden. Nach wie vor ein Renner sind das Programm «Aus der Region. Für die Region. und die Bio-Produkte», wie Biland sagte.

Die Fachmärkte konnten den Umsatz im vergangenen Jahr knapp halten. Besonders erfreulich habe sich Micasa (Möbel) entwickelt, während die Baumärkte unter dem ausserordentlich schlechten Wetter im Frühling litten - das schlechte Frühlingswetter liess auch die Einkaufspreise für Gemüse und Früchte aus Südost-Europa steigen.

Neues Personal angestellt

Die Migros Ostschweiz hat im vergangenen Jahr neues Personal eingestellt. Ende 2013 betrug der Mitarbeiterbestand 9299 Personen, die sich 5975 Vollzeitstellen teilten. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 360 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Migros Ostschweiz mit 500 Lehrlingen der grösste Ausbildungsbetrieb der Ostschweiz; es können 22 Berufe bei Migros erlernt werden.

Das Wirtschaftsgebiet der Migros Ostschweiz umfasst die Kantone Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, den nördlichen und östlichen Teil des Kantons Zürich, das Appenzellerland und das Fürstentum Liechtenstein.

(sda/se/chb)