Bei der Migros Genossenschaft Genf wurden dieses Jahr bereits hundert Stellen nach Abgängen nicht mehr neu besetzt. Das bestätigt Isabelle Vidon, Sprecherin der Genossenschaft. Bis Ende Jahr rechnet sie mit einer Reduktion von 125 Stellen. Letztes Jahr zählte die Genfer Genossenschaft noch 3627 Mitarbeitende. Man nutze die Fluktuation aus, Kündigungen würden keine ausgesprochen, sagt Vidon.

Auch die Genossenschaft Tessin ersetzt Abgänge nicht mehr, wie Geschäftsleiter Lorenzo Emma bestätigt.  Allerdings wurden weit weniger Stellen gestrichen als in Genf. «Bis Ende Jahr werden wir in den bestehenden Läden  45 Arbeitsplätze weniger anbieten», sagt er. «In den letzten Monaten haben wir den Einkaufstourismus sehr stark gespürt.» Da die Genossenschaft Tessin Ende September einen neuen Laden in Chiasso und im November eine weitere Filiale in Bregazona eröffnen wird,  werden gleichzeitig rund 30 neue Stellen geschaffen, wie Emma betont.    

Die Grenzgenossenschaft Basel will erst nächsten Frühling Zahlen bekannt geben. Auch sie leidet unter Umsatzrückgang aufgrund des EInkaufstourismus. Im ersten halben Jahr betrug er 2,8 Prozent. Im Juli, August seine die Verkäufe nochmals leicht zurückgegangen, wie Dieter Wullschleger, Sprecher der Migros Genossenschaft Basel erklärt. «Momentan ersetzen wir einfach Fluktuationen nicht.»

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(rcv)