Der Reingewinn der Migros ist im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 851,6 Millionen Franken gestiegen. Damit übertraf die Gruppe den Rekord aus dem Jahr 2009 nochmals leicht.

Der Betriebsgewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte um 2 Prozent auf 1,176 Milliarden Franken zu. Die Verbesserung sei in erster Linie auf grössere Beiträge der Finanzdienstleistungen sowie der Industrie und des Grosshandels zurückzuführen, teilte die Migros am Morgen in Zürich mit. Besonders die Migros Bank konnte glänzen. Sie steuert etwa ein Viertel des Betriebsgewinns der Mirgos-Gruppe bei. Im vergangenen Jahr fuhr sie dank Einsparungen das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein: mit einer Resultatsverbesserung von fast 30 Prozent.

Der Konzernumsatz wuchs – wie bereits im Januar bekannt gegeben – um 0,4 Prozent auf 25,04 Milliarden Franken. Damit hat die Migros zum zweiten Mal nach 2008 wieder die Marke von 25 Milliarden übertroffen, den damaligen Rekordumsatz von 25,75 Milliarden Franken aber nicht ganz erreicht.

Für die Migros sei 2010 ein Jahr der Konsolidierung gewesen, erklärte der Präsident der Verwaltung, Claude Hauser: «Wir haben die Zeit genutzt, die Hausaufgaben zu machen und unsere Position zu stärken.»

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2011 wohl kein Rekordgewinn mehr

Der Detailumsatz legte um 0,8 Prozent auf 21,2 Milliarden Franken zu. Der Marktanteil der Migros-Gruppe ging indes leicht von 20,4 auf 20,1 Prozent zurück. Im hart umkämpften Markt habe sich der Umsatz der zehn Genossenschaften inklusive der sieben Auslandfilialen in Frankreich und Deutschland wegen zahlreichen Preissenkungen um 0,4 Prozent auf 15,164 Milliarden Franken verringert. Die Preisabschläge hätten 450 Millionen Franken gekostet, hiess es weiter.

Die Fachmärkte steigerten den Nettoumsatz um 0,7 Prozent auf 1,696 Milliarden Franken. Besser schlossen Micasa ab (+4 Prozent), SportXX (+6 Prozent) und die Unterhaltungselektronikkette Melectronics (+0,6 Prozent). Dagegen sanken die Umsätze bei Do it+Garden um 4,4 Prozent und bei Obi um 0,9 Prozent.

Im laufenden Jahr dürfte die Migros keinen Rekordgewinn mehr erreichen. Migros-Chef Herbert Bolliger ging von einem Gruppengewinn von 750 Millionen Franken aus, wie er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA sagte.

(tno/laf/sda)