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Andrea Broggini
Migros-Präsident ist auf den Koffer gekommen

broggini
 Quelle: Keystone

Der Präsident des Detailhandelsgiganten Migros hat eine deutsche Kofferfirma gekauft. Ihr Spezialgebiet: Der Transport von Werkzeug und medizinischem Gerät.

Veröffentlicht am 21.11.2017

Dass Migros-Präsident Andrea Broggini mit dem Aufsichtsposten beim orangen Riesen nicht ausgelastet ist, ist bekannt. Und dass er vom vergleichsweise kargen Migros-Lohn nicht allzu ausschweifend leben kann, ist ebenfalls bekannt.

Broggini leistet sich deshalb die Freiheit, hauptberuflich die Zürcher Fondsgesellschaft Kieger mitzubesitzen und zu präsidieren. Und genau diese Kieger hat dieser Tage im Verbund mit dem Private-Equity-Arm der französischen Bank CIC für einen Fonds einen deutschen Mittelständler namens W.AG mit Sitz im thüringischen Geisa übernommen.

Internationales Wachstum

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung von individuellen Kunststoff-Koffern. Allerdings nicht für die Reisenden dieser Welt, sondern für Werkzeuge, Maschinen und medizinische Geräte aller Art. Ärzte transportieren ihre Notausstattung in Koffern von W.AG, Bauarbeiter ihre Bohrmaschinen und Kleinteile.

Für wie viel Geld die W.AG den Besitzer gewechselt hat, ist nicht bekannt. Klar aber ist: Das Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeitende und setzt rund 20 Millionen Euro um. 2016 hat die Firma über zwei Millionen Koffer produziert. Der bisherige Geschäftsführer bleibt bei W.AG – und will mit Kieger international wachsen.

(spm)

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