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Zusammenarbeit
Migros prüft Engagement bei SBB Cargo

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Cargo-Terminal in Cadenazzo TI: Neue Partner werden gesucht.   Keystone

Das Staatsunternehmen SBB Cargo will sich gegenüber Privaten öffnen. Nun gibt die Migros bekannt, eine Partnerschaft genauer anzuschauen.

Von Bernhard Fischer
2017-11-08

Der Detailhändler Migros prüft den Einstieg bei SBB Cargo. «Wir werden in den kommenden Monaten mit SBB Cargo Gespräche führen, um auszuloten, welche Form der Zusammenarbeit für beide Firmen die besten Wettbewerbsvorteile ergeben», erklärt ein Sprecher des orangen Riesen gegenüber der «Handelszeitung». Zum Thema wurde die mögliche Zusammenarbeit, nachdem der Bundesrat letzte Woche bekanntgegeben hatte, er wolle den Staatsbetrieb SBB Cargo künftig auch für Teilhaber aus der Privatwirtschaft öffnen.

Der Logistikkonzern Planzer will sich derweil «zu einer allfälligen Beteiligung nicht äussern». Unternehmensintern hört man aber, die Firmenleitung wünsche sich im Güterverkehr einen «schweizerischen, langfristigen und verlässlichen Partner». Als weitere Interessenten, die der tiefroten SBB Cargo unter die Arme greifen könnten, gelten in der Branche die Post, der Baustoffriese Holcim und die Logistiker Fiege, DHL sowie die Lagerhäuser der Centralschweiz. Mit Hupac nimmt sich derweil einer der Favoriten unter den potenziellen Investoren aus dem Rennen: «Eine Beteiligung steht für uns nicht zur Debatte, erklärt eine Sprecherin.

Vorerst nur Minderheitsbeteiligung

Welche Form der Zusammenarbeit zwischen SBB Cargo und Privaten letztlich zustande kommt, ist offen. Alle Varianten sind denkbar, vom Alleininvestor bis zur Konsortialbeteiligung. Nur eine Mehrheit sollen neue Investoren aus staatspolitischen Gründen vorerst nicht erhalten. «Der Bundesrat will naheliegenderweise sehen, ob mit einem externen Partner nicht doch eine stabile Unternehmensentwicklung zu erreichen ist, und deshalb noch nicht alle Anteile abgeben», sagt Frank Furrer, Generalsekretär vom Verband der verladenden Wirtschaft VAP.

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