Eine Migros-Tochter hat Kaffeerahmdeckeli mit Porträts von Adolf Hitler und Benito Mussolini vertrieben. Die Migros spricht von einer «unverzeihlichen Fehlleistung» der Tochter Elsa und entschuldigt sich.

Die Motive hätten niemals ausgeliefert werden dürfen, sagte Migros-Sprecher Luzi Weber am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der Pendlerzeitung «20 Minuten». Die Motive, welche die Firma Karo Versand entworfen habe, seien ohne nähere Begutachtung übernommen worden.

«Produktkontrollen drastisch verschärfen»

«In Zukunft werden wir unsere Kontrollen für diese Produkte drastisch verschärfen», sagte Weber. Migros-Filialen seien aber nicht betroffen.

Die insgesamt 300 Schachteln à 200 Kaffeerahm-Portionen seien ausschliesslich an Gastrobetriebe verkauft worden. Die Porträts der beiden Diktatoren kämen je rund vier Mal pro Packung vor.

(sda/me)