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Boeing-Konkurrenz
Militärtransporter halten Airbus auf Kurs

Airbus-Transportflugzeug: Sie stützen die guten Geschäfte des Konzerns.  Keystone

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat trotz rückläufiger Flugzeug-Auslieferungen im Sommer deutlich zugelegt. Dabei half, dass die Geschäfte mit militärischen Transportflugzeugen gut liefen.

Veröffentlicht am 14.11.2014

Der Flugzeugbauer Airbus profitiert anhaltend vom guten Geschäft mit Passagierjets. Im abgelaufenen Quartal stagnierte zwar der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bei 13,3 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte aber um 14 Prozent auf 744 Millionen Euro. Der Nettogewinn schrumpfte wegen Währungseffekten um gut 40 Prozent auf 264 Millionen Euro.

«Die starke Nachfrage bei Zivilflugzeugen hält allgemein an», teilte Airbus am Freitag mit. Der Auftragsbestand des Konzerns lag Ende September 12 Prozent über dem Wert zum Jahreswechsel. Vorstandschef Tom Enders lobte die Fortschritte bei den neuen Fliegern A350 und A320neo. Er mahnte allerdings: «Wir sollten jedoch nicht vergessen: Noch sind einige Herausforderungen zu bewältigen, darunter der Übergang zur A330neo sowie der Hochlauf der Programme A350 und A400M. Das erfordert weiterhin die volle Aufmerksamkeit des Managements.»

Rüstungsgeschäft legt zu

Enders bestätigte seine Prognose, wonach sein Haus 2014 in etwa einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine operative Rendite von bis zu acht Prozent vor Sonderlasten verbuchen werde. Dabei hilft dem Major der Reserve auch, dass sich das Geschäft mit Militärtechnik bisher nicht so schlecht für Airbus entwickelt wie befürchtet. Das Betriebsergebnis der Rüstungs- und Weltraumsparte legte im abgelaufenen Quartal sogar um fünf Prozent zu. Ausserdem seien die Geschäfte mit militärischen Transportflugzeugen und Telekommunikationssatelliten zuletzt gut gelaufen.

Enders' Sorgen um teure Patzer bei der Entwicklung des jüngsten Langstreckenfliegers A350 schwinden zusehends. Die Musterzulassungen wurden bereits erteilt. Die ersten Modelle würden wie geplant Ende des Jahres in Dienst gestellt.

Auch mit dem Nachfolger des populären Mittelstreckenjets A320, der mit neuen Turbinen als A320neo auf den Markt kommt, geht es gut voran. Die Entwicklung liege im Zeitplan, gegen Ende des Jahres 2015 sollen die ersten Modelle zu den Kunden fliegen. Der industrielle Hochlauf des Militärtransporters A400M schreite voran. Mit Abbestellungen rechnet Enders nicht. Allerdings drohten durch Änderungen der Ausstattung und Verzögerungen bei der Abnahme neue Risiken, warnte er.

 (reuters/ise/ama)

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