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Milliarden-Abschreiber für Microsofts schlappes Online-Geschäft

Vergangene Zeiten: +77 Prozent im Mai 2007 für aQuantive, als Microsoft bekannt gab, die Firma für 6 Milliarden cash zu kaufen.

Der US-Softwarekonzern Microsoft muss auf sein Online-Werbeunternehmen aQuantive kräftig abschreiben.

Veröffentlicht am 03.07.2012

Für Microsoft fällt im vierten Quartal eine 6,2 Milliarden schwere Berichtigung auf den Firmenwert an, teilte Microsoft mit.

Der Softwaregigant aus Seattle hatte aQuantive vor fünf Jahren für 6,3 Milliarden Dollar erworben. Es war damals der grösste Zukauf des Softwareherstellers in der Unternehmensgeschichte, der nur vom Zukauf von Skype für 8,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr übertroffen wurde.

Der Konzern wollte mit dem Kauf stärker zu den Rivalen Google und Yahoo aufschliessen. «Die Übernahme hat das Wachstum nicht in dem Masse beschleunigt wie erwartet, was zu der Abschreibung führte», hiess es nun in der Konzernmitteilung.

Zudem fielen die Erwartungen für das künftige Wachstum und die Profitabilität der Online-Dienste-Sparte, die die Suchmaschine Bing und das Internetportal MSN umfassen, niedriger als erhofft aus.

Das Online-Geschäft ist die schwache Stelle von Microsoft. Google als Nummer eins der Suchmaschinen scheffelt Milliarden durch grafische Anzeigen und gekaufte Links.

Microsoft stattdessen muss zubuttern: Alleine in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres lag der operative Verlust der Online-Dienste-Sparte bei mehr als 1,4 Milliarden Dollar.

(chb/muv/sda)

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