Der französische Ölkonzern Total beendet sein Ölsandprojekt Voyageur in der kanadischen Provinz Alberta mit einem dicken Verlust. Wie die Franzosen mitteilten, verkaufen sie ihre 49-Prozent Beteiligung an den lokalen Mehrheitspartner Suncor Energy für 500 Millionen US-Dollar. Dieser geringe Verkaufspreis brockt den Franzosen im ersten Quartal einen Verlust von 1,65 Milliarden Dollar ein. Allerdings würden nun Investitionen von 5 Milliarden US-Dollar in den kommenden fünf Jahren nicht mehr getätigt, hiess es weiter.

Die Voyageur-Anlage wandelt schweres Öl aus Ölsand chemisch in leichtes Öl um, so dass es in herkömmlichen Raffinerien weiterverarbeitet werden kann. Gegenwärtig rechnet sich diese Art der Ölgewinnung aufgrund der hohen Fördermengen in Kanada aber kaum. Suncor selbst hatte 2012 bereits knapp 1,5 Milliarden auf Voyageur abgeschrieben.

Andere Ölsandprojekte in Kanada wie Fort Hills oder Joslyn seien von dieser Entscheidung nicht betroffen, teilte Total weiter mit.

(tke/awp)

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