Die Verhandlungen über eine milliardenschwere Fusion des US-Werbekonzerns Omnicom mit dem französischen Rivalen Publicis sind Insindern zufolge ins Stocken geraten. Die Spitzenmanager beider Unternehmen könnten sich seit Monaten nicht auf wichtige Personalfragen wie die Ernennung des Finanzchefs einigen, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Grundsatzstreit

Omnicom-Boss John Wren und Publicis-Chef Maurice Levy seien im regelmässigen Austausch, hätten seit vergangenem Herbst aber keine Annäherung erzielt. Dahinter stehe ein Grundsatzstreit, wie der neue Branchenprimus mit einem Marktwert von 35 Milliarden Dollar geführt werden solle.

Über die Probleme bei den Verhandlungen hatte auch das «Wall Street Journal» berichtet. Demnach können sich beide Unternehmen auch nicht darauf einigen, welcher Konzern rein juristisch betrachtet den anderen übernimmt. Zwar sollten beide Unternehmen am Ende jeweils 50 Prozent am neuen Weltmarktführer in der Werbebranche halten. Aus buchhalterischen Gründen muss auf dem Papier aber einer den anderen kaufen.

Omnicom und Publicis hatten sich im vergangenen Juli grundsätzlich auf die Fusion im Wert von 35 Milliarden Dollar verständigt. Damit wollen sie den bisherigen Branchenprimus WPP übertrumpfen.

(reuters/chb/sim)