Die UBS bezeichnet 2013 als Übergangsjahr: Präsident Axel Weber und Konzernchef Sergio Ermotti haben den Umbau der grössten Schweizer Bank zu einem hauptsächlich in der Vermögensverwaltung tätigem Institut weiter getrieben. In der Jahresbilanz weist die Bank 3,17 Milliarden Franken Reingewinn aus.

Nach der Publikation des Jahresergebnisses haben die Aktien der Grossbank deutlich an Wert zugelegt. Bei der Eröffnungsauktion an der Schweizer Börse wurden die Papiere um 3,8 Prozent teurer gehandelt als noch am Montagabend. In ersten Analystenkommentaren wird das von der UBS vorgelegte Ergebnis allerdings eher kritisch beurteilt. Dieses sei etwas schwächer als erhofft ausgefallen. Insbesondere in der Vermögensverwaltungssparte (Wealth Management) sind die Erwartungen nicht erfüllt worden. Der Ergebnisbeitrag aus dem Investment Banking ist hingegen höher als von den Analysten erwartet ausgefallen.

Höhere Dividende

Im Vorjahr hatte die Bank in der Folge von Strafen für gross angelegte Handelsmanipulationen und wegen des kostspieligen Investmentbank-Rückbaus 2,48 Milliarden Franken Verlust geschrieben. Der um Sonderfaktoren bereinigte Vorsteuergewinn stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken, teilte die Bank mit.

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Trotz ungelöster Probleme in der Eurozone, den Budgetstreitigkeiten in den USA sowie den Schwierigkeiten der Schwellenländer hätten alle Teile der Bank durchs Jahr hindurch profitabel gearbeitet, schrieb die UBS weiter. Die Aktionäre sollen deshalb statt 15 Rappen nun 25 Rappen Dividende pro Anteilsschein erhalten.

Die Vermögensverwaltungseinheiten nahmen 53,5 Milliarden Franken Neugeld entgegen. Damit sind der UBS unter dem Strich 6,6 Milliarden Franken mehr Gelder zugeflossen als 2012. Die Investmentbank habe Risiken in den Büchern weiter reduziert, hiess es.

Der Bonustopf für die Mitarbeiter füllte sich indes: Der Pool für variable Vergütungen vergrösserte sich von 2,5 Milliarden Franken um 28 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken. Weil Boni zum Teil über mehrere Jahre hinweg zugeteilt sind, verbucht die Bank aber wie schon 2012 insgesamt 3 Milliarden Franken für die variablen Lohnteile der Mitarbeiter.

1,7 Milliarden für Rechtsfälle

Im Bericht zum Geschäftsjahr 2013 hält die Bank weiter fest, dass sie 1,7 Milliarden Franken für offene Rechtsstreitigkeiten beiseite gelegt hat. Im Zusammenhang mit Rechtsfällen hat die UBS nach ihren Angaben mit der Finanzaufsichtsbehörde Finma eine Übereinkunft zu Details einer strengeren Risikobewertung getroffen.

Der Anteil strenger gewichteter Risiko-Aktiva in den Büchern beträgt statt 28 Milliarden Franken wie Ende Oktober nach dem Finma-Eingreifen angekündigt nun 22,5 Milliarden Franken, wie die UBS mitteilte.

(sda/chb/tke)