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Milliardenverlust bei Griechenlands grösster Bank

Grösste Bank Griechenlands: Die National Bank of Greece leidet unter der Schuldenkrise. Bloomberg

Die Nationale Bank of Greece weist für das abgelaufene Quartal ein Minus von über einer Milliarde Euro aus. Schuld sind Rückstellungen für faule Kredite.

Veröffentlicht am 23.03.2015

Die Zuspitzung der Schuldenkrise setzt Griechenlands grösster Bank erheblich zu. Die National Bank of Greece wies am Montag einen Nettoverlust von 1,1 Milliarden Euro im abgelaufenen vierten Quartal aus.

Im Gesamtjahr fiel mit 66 Millionen Euro zwar unter dem Strich ein Gewinn an. Doch 2013 betrug dieser noch 809 Millionen. Euro. Grund für das Minus im Schlussquartal 2014 waren höhere Rückstellungen für faule Kredite. Die Einlagen schrumpften zudem im selben Zeitraum nach Angaben der Bank auf dem Heimatmarkt um 2,2 Milliarden Euro.

Sparer plündern ihre Konten

Angesichts der Ungewissheit und der Angst vor einem Ausscheiden aus dem Euro-Raum hoben Sparer in den vergangenen Monaten verstärkt Geld ab. Griechische Banken sind auch deswegen inzwischen verstärkt abhängig von Notfallhilfen, wie sie die nationalen Notenbanken bereitstellen. Sie dienen zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsprobleme.

(sda/dbe)

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