Der indische Sicherheitsausschuss (Cabinet Committee on Security, CCS) hat das Geschäft für 75 Trainingsflugzeuge Pilatus PC-7 Mark-II definitiv durchgewunken, berichten diverse Medien. Insgesamt soll das Geschäft mehrere hundert Millionen Dollar wert sein.

Der Vertrag wurde im Juni 2011 publik, doch die Unterzeichnung verzögerte sich wegen Korruptionsvorwürfen in Indien, die Konkurrent Korean Aerospace Industries erhob. Die Südkoreaner machten mächtig Druck: Der koreanische Verteidigungsminister schrieb den Indern ebenso einen Protestbrief wie der dort stationierte koreanische Botschafter. Gleichzeitig wurde eine massive PR-Kampagne gegen den PC-7 geführt.

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Die Lieferung der ersten Flieger wird für Mitte 2013 erwartet, Pilatus hat schon seit Monaten mit der Produktion der PC-7 für Indien begonnen. Die Indische Flugwaffe (IAF) hat ein grosses Problem bei der Ausbildung ihrer Kampfpiloten. 2009 wurden alle alten Ausbildungsflugzeuge gegroundet, nachdem eine Serie von Unfällen 19 Tote forderte.

Das Bestellvolumen könnte sich für Pilatus in Zukunft noch vergrössern. Insgesamt möchte die IAF 181 Trainingsflugzeuge kaufen. Die PC-7 werden von Pilatus mit der Auflage veräussert, dass sie nie bewaffnet werden.