In dem seit Jahren schwelenden Steuerstreit wegen Bonuszahlungen der UBS und der Deutschen Bank geht es um hohe zweistelligen Millionenbeträge. Die britischen Finanzbehörden fordern allein von der UBS 49,6 Millionen Pfund Steuern für 2003 bezahlte Boni in Höhe von 92 Millionen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichtet.

Der Betrag bei der Deutschen Bank ist bislang nicht bekannt. Einige der Boni sollen aber bei mehr als zwei Millionen Pfund gelegen haben, wie aus Kreisen der Finanzämter verlautete.

Die Finanzbehörden werfen den Banken vor, Steuern und Versicherungsbeiträge auf allzu kreative Weise umgangen zu haben. Beide Unternehmen hatten ihren Mitarbeitern 2003 Anteilsscheine eines von ihnen gegründeten Offshore-Trusts zukommen lassen. «Das war ein einmalige Arrangement vor acht Jahren und wurde nicht wiederholt», sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher. Das Institut sei überzeugt, sich an alle damals gültigen Anforderungen gehalten zu haben. Die Deutsche Bank und die UBS haben gegen zwei von einander unabhängige Entscheidungen Berufung eingelegt, wonach hohe Nachzahlungen auf sie zukommen würden.

(chb/laf/awp)