Mehrere US-Regulierungsbehörden haben dem Kreditkartenriesen American Express in einem Vergleich ein Bussgeld in Höhe von insgesamt 27,5 Millionen Dollar aufgebrummt. Ausserdem muss das Unternehmen Kunden 85 Millionen Dollar zurückerstatten.

American Express wird vorgeworfen, zwischen 2003 und 2012 Verbraucher mit seiner Werbung über die Konditionen für Kreditkarten in die Irre geführt zu haben. Ausserdem habe das Unternehmen bei säumigen Kunden illegale Mahngebühren eingefordert.

American Express habe die Gesetze zum Verbraucherschutz «in allen Phasen» verletzt, erklärte der Leiter der US-Behörde für Konsumentenschutz im Finanzwesen (CFPB), Richard Cordray. Die Verstösse erstreckten sich «von dem Moment, wo ein Konsument eine Kreditkarte erwarb, bis zu dem Moment, wo er einen Anruf wegen lange überfälliger Schulden erhielt».

Den Angaben zufolge waren insgesamt rund 250'000 Kunden von den illegalen Praktiken bei American Express betroffen. Die Untersuchung des CFPB, der US-Notenbank Federal Reserve und weiterer Behörden zur Bankenaufsicht konzentrierte sich auf die beiden Tochterunternehmen American Express Centurion Bank und American Express Bank FSB. American Express wurde dabei auch wegen Mängeln bei der Rechnungsprüfung belangt.

(aho/tno/sda)