Der Gewinn der Groupe Minoteries sank 2012 um 36 Prozent auf 5,1 Millionen Franken. Die gestiegenen Rohstoffpreise und der hohe Druck am Markt, der eine Anhebung der Verkaufspreise nicht erlaubt habe, hätten auf die Margen gedrückt, teilte die Westschweizer Mühlengruppe mit, welche die Lizenz für den Brot-Verkaufsschlager Pain Paillasse besitzt. Die Aktionäre sollen dennoch eine unveränderte Dividende von 5.00 Franken pro Aktie erhalten.

Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 129,6 Millionen Franken, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 1,7 Prozent entspricht. Gestiegene Einfuhren von Fertigprodukten und die negativen Effekte des Einkaufstourismus hätten die gesamte Branche belastet, so dass die Mühlenbranche einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent habe hinnehmen müssen, schreibt die Gruppe. Der Marktanteil der Groupe Minoteries erhöhte sich nach eigenen Angaben um rund 0,5 Prozentpunkte auf 27 Prozent.

Zwei Akquisitionen

Die Akquisitionen der Steiner Mühle (rückwirkend per Anfang 2011) und der Bonvita (rückwirkend per Anfang 2012) hätten zum grossen Teil aus eigenen Mitteln finanziert werden können. Das führte dazu, dass die Verschuldung mit 5 Millionen Franken gering blieb.

Im derzeitigen kompetitiven Umfeld wolle die Gruppe eine Verbesserung der operativen Ertragskraft erreichen, heisst es weiter. Die Prioritäten lägen deshalb bei der Vereinfachung der organisatorischen Strukturen, der Verstärkung von «komplementären Kompetenzen» zwischen den verschiedenen Standorten und der Entwicklung neuer Produkte.

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(se/rcv/awp)