Der geringe Auftragsbestand und die schwächelnde Division Energietechniksysteme haben den Motor des Industriekonzerns ABB leicht zum Stottern gebracht: Der Elektrokonzern hat im abgelaufenen Jahr weniger eingenommen.

Der Umsatz schrumpfte binnen Jahresfrist um 5 Prozent auf 39,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Auf operativer Ebene (Ebitda) bleiben ABB 5,4 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 11 Prozent entspricht.

Dividende steigt zum sechsten Mal in Folge

Der Konzerngewinn ging um 7 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Dollar zurück. ABB-Chef Ulrich Spiesshofer erfreut die Aktionäre dennoch: Die Dividende soll zum sechsten Mal in Folge steigen, um zwei Rappen auf 0,72 Franken je Anteilsschein.

Für das neue Jahr zeigte sich der ABB-Chef zuversichtlich, nachdem die Sorgensparte Energiesysteme zum Jahresende wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. «Die soliden Fortschritte im Rahmen unserer Next-Level-Strategie haben uns bereits zu Beginn des Jahres 2015 in eine starke Position gebracht, um Ungewissheiten, die im Laufe des Jahres auf uns zukommen könnten, zu meistern», erklärte er.

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Keine Angst vorm Frankenhoch

Zur Währungssituation erklärte ABB, aufgrund der ausgewogenen lokalen Präsenz (einschliesslich Einkauf) in allen Schlüsselmärkten habe diese nur begrenzte Auswirkungen auf das Unternehmen. Die Effekte würden zudem durch Absicherungen aller wesentlichen Fremdwährungsrisiken des Unternehmens kurz- bis mittelfristig weitgehend abgeschwächt.

Einen konkreten Ausblick für 2015 gab der Siemens-Rivale nicht. Bis 2020 soll der Gewinn je Aktie um bis zu 15 Prozent steigen und der Umsatz um durchschnittlich 4 bis 7 Prozent zulegen, bekräftigte ABB.

(reuters/sda/tno/me)