Die Genfer Privatbankengruppe Mirabaud will ihre Struktur anpassen und zu einer Kommanditaktiengesellschaft nach Schweizer Recht werden. Gleichzeitig plant die Gruppe in Luxemburg eine Bank zu eröffnen.

Die Strukturanpassung erlaube es, Geschäftsbereiche weiter auszubauen und sich den gegebenen schweizerischen sowie internationalen Marktbedingungen anzupassen, teilte Mirabaud mit. Dabei bleiben die Beteiligung sowie die Führung der Gruppe weiterhin in den Händen der aktuellen Teilhaber.

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In Zukunft wird das Unternehmen als Kommanditaktiengesellschaft Mirabaud & Cie KAG nach Schweizer Recht firmieren. Innerhalb der neu geschaffenen Struktur werde das Gesellschaftergremium die strategischen Stossrichtungen sowie die Zielsetzungen der einzelnen Geschäftseinheiten der Gruppe festlegen, heisst es weiter.

«International weiter wachsen»

Die Gesellschafter werden unbeschränkt haftbar sein für die Verpflichtungen der Kommanditaktiengesellschaft, die als Dachgesellschaft für alle Unternehmen der Mirabaud Gruppe in der Schweiz sowie im Ausland dient. Dazu gehört die Bank Mirabaud & Cie, die von einer Kommanditgesellschaft zu der Aktiengesellschaft Banque Mirabaud & Cie AG umgebaut werden soll.

«Unser Bestreben, in der Schweiz und international weiter zu wachsen, sowie strengere regulatorische Anforderungen haben uns veranlasst, der Gruppe eine neue Struktur zu geben, welche die Governance und operationelle Führung klarer und zeitgemässer definiert», wird Yves Mirabaud, leitender Gesellschafter, zitiert.

Für eine Bank sei die AG heute die üblichste und von den Kunden, der Öffentlichkeit und den Behörden am besten verstandene Rechtsform.

Vor mehreren Monaten eingeleitet

Derweil bleibt die Kommanditaktiengesellschaft im Besitz der sechs derzeitigen Teilhaber. Die drei funktionalen Geschäftsbereiche der Gruppe würden künftig in separaten juristischen Einheiten geführt. Die Neuorganisation habe keinerlei Einfluss auf unsere Dienstleistungen, die Geschäftsorganisation oder auf die Mitarbeitenden, versichert Mirabaud.

Die Umstrukturierung wurde vor mehreren Monaten eingeleitet und soll die einzelnen Geschäftszweige stärken. Die Umwandlung der Mirabaud Bank in eine Aktiengesellschaft werde ab Anfang 2014 wirksam. Sie werde weiterhin von Antonio Palma als CEO geleitet.

Ebenfalls Anfang 2014 eröffnet Mirabaud in Luxemburg eine neue Bank, die in der Vermögensverwaltung in Europa tätig sein und diese Aktivitäten in England, Frankreich und Spanien führen wird. So sollen die Angebotspalette und die Qualität der Dienstleistungen von Mirabaud in Europa weiter verbessert werden, heisst es.

(tno/sda)