Der Spezialist für Allradfahrzeuge war in den vergangenen drei Jahrzehnten immer wieder mit Entwicklungen Trendsetter. Vor allem, weil er den Allradantrieb für den Kleinwagen Justy möglich machte und zusätzlich auch auf dem Gebiet der Getriebeentwicklung interessante Varianten auf den Markt brachte, beispielsweise das stufenlose Automatikgetriebe, das in den 90er Jahren im Justy zum Einsatz kam.

Auch diesmal mit Bernhard Russi

Das Markenzeichen für Subaru war und ist auch in Zukunft der Allradantrieb in Personenfahrzeugen. Die Japaner hatten damit weltweiten Erfolg, ganz besonders in der Schweiz. Hier bewies der Importeur, die Emil-Frey-Gruppe, eine gute Nase, wurde doch Abfahrts-Olympiasieger Bernhard Russi als Markenbotschafter verpflichtet. Die Kombination mit dem Skistar, der auf Schnee Ehre und Medaillen für die Schweiz holte, und dem Allradantrieb, der auf schwierigem Untergrund wie Eis und Schnee ein sicheres Fortkommen ermöglicht, erwies sich als goldrichtig.

Und auch jetzt wieder, wenn nach dem diesjährigen Genfer Automobilsalon im März die Modelle Legacy und Outback (mit jeweils zwei Ausstattungsvarianten) mit dem neuen Boxer-Dieselmotor in der Schweiz lanciert werden, wird Russi sicher mit von der Partie sein. Denn nicht zuletzt dank dem Andermatter konnte Subaru hierzulande einen Marktanteil von 3,2% erreichen, was weltweit Spitze bedeutet. Dies übrigens nicht nur in ländlichen Gegenden. Subaru rechnet für dieses Jahr mit einem Absatz von 600 Fahrzeugen mit dem Vierzylinder-Selbstzünder (400 Legacy und 200 vom grösseren Outback).

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Insgesamt hat die Marke im letzten Jahr in der Schweiz 8985 Neuwagen abgesetzt, was einem Minus von 4,9% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Doch Werner Bärtschi, Marketingdirektor bei Subaru Schweiz, gibt sich – dank der neuen Modelle – optimistisch. Er hofft, dass Subaru mit der Weltneuheit Boxer-Dieselmotor einen Verkaufsschub erhält, zumal das Interesse gross sei. Bärtschi: «Vorbestellungen sind bereits eingetroffen.» 2010 wollen die Japaner in der Schweiz insgesamt 10000 Autos verkaufen.

Energieetikette: Viermal ein A

Ein starkes Argument für den Boxer-Diesel, der dank seiner Bauweise (liegende Kolben, damit flacher und platzsparender Bau) deutlich kompakter ist, ist der Verbrauch. Dieser wird vom Werk mit 5,7 bis 5,9 l für 100 km – je nach Modell und Ausstattungsvariante – angegeben. Damit ist das Triebwerk rund 2,5 l sparsamer als ein vergleichbarer Subaru-Benzinmotor. Der CO2-Ausstoss, der wegen der Klimabelastung eine immer grössere Bedeutung erhält, wird mit 148 g/km angegeben. Das ist zwar kein Spitzenwert, aber einigermassen moderat.

Der tiefe Verbrauch drückt sich denn auch auf der Energieetikette positiv aus. Alle vier Modellvarianten werden mit dem Spitzenwert A für höchste Sparsamkeit eingestuft. Darüber freut sich Marketing-Direktor Bärtschi: «Jetzt spielen wir in einer neuen Liga.»

Weitere Boxer-Diesel-Modelle

Der Boxer-Diesel hat einen Hubraum von 2 l (1998 cm3), gibt 150 PS auf alle vier Räder ab und verfügt über ein sehr gutes Drehmoment von 350 Nm, die bereits bei 1800 U/min erreicht werden. Damit ist eine flotte Beschleunigung aus niedrigen Drehzahlen gewährleistet. Als Kraftübertragung kommt ein manuelles Fünfgang-Getriebe zum Einsatz. An einem Automaten werde gearbeitet, heisst es von Seiten des Herstellers, doch müsse der bereits erhältliche Automat für die Benzinmotoren modifiziert werden, um das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen verkraften zu können.

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In Genf zeigt Subaru zudem, wie es mit dem Boxer-Diesel weitergeht. Am Salon stellen die Japaner eine Studie des Forester, ein kompaktes Sport Utility Vehicle (SUV), mit dem neuen Aggregat vor. Das Fahrzeug dürfte Ende 2008 geliefert werden können. Auch für den Impreza ist der Boxer-Diesel vorgesehen, dies mit Marktlancierung Anfang 2009.