HOCHZINSANLEIHEN.

Aktueller denn je ist der Schutz des Kapitals vor Rückschlägen ein wichtiges Thema, denn das Auf und Ab an den Börsen hat den Anlegern in den letzten Monaten einmal mehr die Bedeutung des Risikos in Erinnerung gerufen. Sind Absolute-Return-Fonds die Lösung? Sie haben zum Ziel, gegenüber dem risikofreien Zinssatz eine laufende Mehrrendite zu erwirtschaften, indem sie flexibel in Anlageklassen investieren, die möglichst wenig miteinander korrelieren. Im Gegensatz zu einem Portfoliofonds ist die Asset Allocation dynamisch und wird den Marktgegebenheiten laufend angepasst. Es gibt Absolute-Return- Fonds, deren Universum sich nur innerhalb der verschiedenen Risikokategorien der Festverzinslichen bewegt; solche, die Obligationen mit Aktien kombinieren, oder andere, die in weitere Anlageklassen wie Rohstoffe oder Immobilien diversifizieren.

Mehr Freiraum

Einen ganz neuen Weg beschreitet Nordea mit einem Absolute-Return-Fonds im Bereich europäischer High Yields. Um sich erfolgreich in Hochzinsanleihen zu engagieren, sind eine sorgfältige Wertschriftenanalyse und ein striktes Risikomanagement entscheidend. Hier zählt nicht so sehr die Auswahl der Performancetreiber, sondern das Vermeiden von Ausfällen. Bisher konnten Fondsmanager dabei nur von positiven Entwicklungen profitieren und waren wenig flexibel im Umgang mit bestimmten Titeln oder Segmenten, bei denen die Analyse eine negative Einschätzung ergab. Mit den erweiterten Gestaltungsspielräumen von UCITS III kann ein Portfolio durch den Einsatz von Derivaten wie Credit Default Swaps (CDS) nun auch gegen Kursverluste abgesichert werden. Beispielsweise lassen sich innerhalb der Bilanzstruktur eines Schuldners Bewertungsineffizienzen ausnutzen oder Short-Positionen in Kreditnehmer eingehen, die eine relative Unterperformance aufweisen oder deren Bonität sich verschlechtert. Mit diesen sogenannten eventgetriebenen Positionen lässt sich die Performance des Hochzinsportfolios verstetigen.Erweiterte Freiheiten des Fondsmanagers erhöhen aber auch das Risiko für den Anleger. Er muss sich noch mehr auf dessen Expertise verlassen und die Anforderungen an die Qualität des Risikomanagements steigen. Das High-Yield-Team von Nordea setzt nicht nur auf Erfahrung, sondern sowohl bei der Kreditanalyse als auch bei der Auswahl von Schuldnern auf einen disziplinierten Bottom-up-Ansatz in Verbindung mit einem strikten Risikomanagement für jedes einzelne Segment, für die Branche und die Sicherheitsstufen.

Kurze Duration

High Yields reagieren auf Änderungen der Marktzinsen, viel wichtiger sind aber die Spreads gegenüber Treasuries sowie die Bonität der Schuldner und das Wirtschaftsumfeld. Ist Letzteres prosperierend, können die Unternehmen ihre Verbindlichkeiten in der Regel ohne Probleme zurückzahlen. Da die Wertentwicklung der Hochzinsanleihen stark von der Unternehmensperformance beeinflusst wird, besteht zudem eine gewisse Abhängigkeit von den Aktienmärkten. Bei fallenden Kursen hat der Fonds eine Partizipation von weniger als 20%. Das heisst, ein Rückgang an den europäischen Aktienmärkten um 10% würde die Fondsperformance weniger als 2% beeinflussen. Ebenso lässt sich das Risiko durch Anleihen mit kurzer Duration eingrenzen, die nahe am Verfallszeitpunkt stehen. Sie sind weit weniger volatil als der Gesamtmarkt, haben aber auch ein geringeres Kurspotenzial. Als stabiler Kern des Portfolios steuern sie jedoch erfahrungsgemäss rund die Hälfte zur Fondsperformance bei.

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Attraktive Bewertung

Die Folgen der Subprime-Krise in den USA waren auch auf dem europäischen High-Yield-Markt spürbar. Einige Private-Equity-Deals und Leveraged Buyouts konnten nicht zu den gewünschten Konditionen über die Bühne gehen und es kam eine Reihe von Titeln mit sehr tiefer Bonität auf den Markt. Insbesondere das verstärkte Risikobewusstsein der Anleger wurde spürbar. Auslöser dafür waren weniger veränderte Fundamentaldaten der Unternehmen sondern eher die Befürchtung der Anleger, dass die Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Diese Angst ist jedoch zurzeit unbegründet, denn dank der boomenden Wirtschaft verharren die Ausfallraten in Europa nach wie vor auf einem niedrigen Niveau von 2% und sollten auch zukünftig nur geringfügig steigen. Somit sollten sich auch die Spreads von Hochzinsanleihen zu Staatsanleihen stabilisieren, die seit Anfang des Jahres um 123 Basispunkte gestiegen sind. Zwar liegen sie momentan mit 401 Basispunkten nach wie vor unter dem historischen Durchschnitt, jedoch ist ihre Volatilität gestiegen. Die jüngsten Entwicklungen haben die Bewertung des High- Yields-Marktes deutlich verbessert und bieten auch für weniger risikomutige Anleger eine ideale Einstiegsgelegenheit. Mit einer defensiv ausgerichteten Strategie, bei der Titel schlechter Bonität zu Gunsten von Anleihen kurzer Duration als Sicherheitspolster vermieden werden, verfügt ein Absolute-Return-High-Yield-Portfolio über ein optimales Risiko-Rendite-Profil.