IMMOBILIEN.

Seit die Krise am US-amerikanischen Markt für zweitklassige Hypotheken das Börsengeschehen weltweit beherrscht, leiden auch indirekte Immobilienanlagen hierzulande unter dem Vertrauensverlust der Anleger. Dabei ist die Unruhe in Bezug auf den Schweizer Immobilienmarkt unbegründet. Dank eines positiven Mietpreiswachstums, einer nach wie vor starken Nachfrage nach Wohnräumen und reichlich vorhandener Liquidität dürfte 2007 ein erneut gutes Investitionsjahr werden.

Alternative zum Erwerb

Für indirekte Investitionen in den Markt und somit als Alternative zum kostspieligen Erwerb einer einzelnen Liegenschaft eignen sich Immobilienfonds sowie die Aktien von Immobiliengesellschaften. Mit kleinen Beträgen können so verschiedene Wohn- und Geschäftsliegenschaften erworben werden, ohne dass ein Klumpenrisiko entsteht. Während es Immobilienfonds schon seit über 70 Jahren gibt, werden Immobilienaktien erst seit rund sieben Jahren an der Börse gehandelt. Mit knapp 15,5 Mrd Fr. ist die Marktkapitalisierung der 16 registrierten Schweizer Fonds nach wie vor mehr als doppelt so hoch wie diejenige der an der SWX kotierten Aktien. Immobilienfonds sind zunächst aufgrund ihrer Portfoliostruktur und der stärkeren Kontrolle durch das Anlagefondsgesetz und die Eidgenössische Bankenkommission risikoärmer als Immobilienaktien.

Konjunkturresistent

Wie das aktuelle Immo-Monitoring von Wüest & Partner zeigt, sind die Angebotspreise auf dem Schweizer Markt für Büroflächen insgesamt trotz des starken Wirtschaftswachstums in den letzten zwölf Monaten rückläufig. Hingegen verteuerten sich die Mietpreise für Wohnraum im selben Zeitraum um 2,6%. Auch wenn sich der Anstieg hier langsam abflacht, weist der Preistrend mittelfristig weiter nach oben. Somit erklären sich die beständigere und stabilere Wertentwicklung sowie die geringe Volatilität der Fonds im Vergleich zu den Aktien. Immobilienanlagen weisen zwar generell eine nur schwach positive Korrelation zu Aktienkursen auf, jedoch gilt das vor allem für Direktinvestitionen und Immobilienfonds. Ihr Kursverlauf ähnelt stark demjenigen von Obligationen. Die Kurse von Immobilienaktien lehnen sich stärker an den Aktienmarkt an und entwickeln sich in Aufschwungphasen zumeist dynamischer als Immobilienfonds. In Abschwungphasen machen sie die Bewegungen aber ebenfalls mit, wie die aktuellen Entwicklungen zeigen. Für den Anleger stellen indirekte Immobilienanlagen aufgrund ihrer geringen Korrelation zu anderen Anlageklassen eine attraktive Portfoliobeimischung dar. Insbesondere Immobilienfonds bieten wegen ihres hohen Anteils an Wohnliegenschaften eine bessere Konjunkturresistenz. Sie optimieren das Verhältnis von Risiko und Rendite.

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