Die Firma kann eine stolze Referenzliste vorweisen. Ihre Ionair-Belüftungsanlagen finden sich in den Flughäfen Zürich, Mailand-Malpensa sowie Detroit, in verschiedenen Wolkenkratzern wie dem kürzlich eröffneten World Financial Center in Schanghai, in Erstklasshotels wie dem Radisson Blu Berlin und auch in Verwaltungsgebäuden grosser Unternehmen, etwa Siemens.

Ein prestigeträchtiger Auftrag, den man an Land gezogen hat, ist ein Luftreinigungssystem für das Venetian Casino, die erste Unterwasser-Spielhölle der Welt in Macao an der südchinesischen Küste. In der Schweiz sind die Geräte unter anderem im Sunrise Tower (Zürich) sowie in den Fussballstadien St. Jakob Park (Basel) und Stade de Suisse (Bern) im Einsatz.

LK Luftqualität sorgt in diesen Gebäuden für saubere Luft. Dabei unterscheiden sich ihre Anlagen von herkömmlichen Belüftungs-systemen: Statt stets frische Aussenluft hineinzupumpen, wird die Innenluft gereinigt und wieder in Umlauf gebracht. Der grosse Vorteil: Mit dieser Recyclingtechnik kann viel Energie eingespart werden, denn die Luft braucht weder sonderlich aufgewärmt noch abgekühlt zu werden. Zudem gelingt es, Krankheitskeime und unangenehme Gerüche zu eliminieren.

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Zum technischen

Prinzip sagt Geschäftsführer Werner Fleischer: «Wir vereinfachen die herkömmlichen lufttechnischen Anlagen, denn diese sind Energiefresser, brauchen viel Platz und verursachen Lärm.» Inspirieren lassen hat er sich von der Natur. «Im Freien wird die Luft durch Sonne und Erdabstrahlung hochgradig ionisiert», erklärt er, «dieser Effekt geht jedoch verloren, wenn die Luft durch die Röhren der Klimasysteme zirkuliert.» Um dies wettzumachen, hat er eine ganze Palette von Ge-räten im Angebot, die Luft mit Sauerstoffionen anreichern und die in die Belüftungsanlagen eingebaut werden können.

Flughafen Zürich als Durchbruch

Der studierte Klimatechnikingenieur arbeitete früher bei Sulzer. Er tüftelte länger in seiner Freizeit in der eigenen Garage herum. Als er die Technik zur Marktreife vorangetrieben hatte, liess er sie patentieren. Das war vor 16 Jahren, und es war zugleich der Startpunkt für die Gründung der Firma. Die ersten Kunden empfing der Jungunternehmer zu Hause. Für den kommerziellen Erfolg referierte Fleischer an Hochschulen und trat an Kongressen auf. Er baute sich so ein weltweites Kontaktnetz auf. «Die Auftritte vor internationalem Fachpublikum öffneten uns viele Türen.» Der Durchbruch gelang Mitte der 1990er Jahre mit dem Auftrag für das Lüftungssystem des Zürcher Flughafens.

Bis heute hat das KMU mehr als 6000 derartige Anlagensysteme in über 50 Ländern installiert. Rechnet Fleischer deren Kapazitäten zusammen, so kommt er auf gut 60 Mio m3 Luft, die damit pro Stunde gereinigt werden. Für die Kundenpflege und die Auftragssuche reist der inzwischen 60-Jährige pro Jahr rund dreimal um die Welt. Fleischer lässt durchblicken, welche Rolle für den Erfolg die richtige Verkaufspolitik spielt. Wenig hält er von der plakativen Anpreisung: «Stattdessen hören wir unseren potenziellen Kunden aufmerksam zu, um dann als Systemlöser im Bereich Luft-Energie-Hygiene aufzutreten.» Letztlich ist es vor allem Projektmanagement, mit dem er seinen Umsatz tätigt.

Aus den Kontakten mit den Auftraggebern und Bauherren spriessen auch immer wieder neue Ideen - so das Comfort Climate System, bei dem die Technologie mit Design verknüpft wird. Beleuchtung und Luftzufuhr erfolgen über perforierte Platten oder Folien an der Decke, die ganz nach Wunsch gestaltet und dekoriert werden können. Diese Verbindung von Technik, Komfort und Ästhetik erfreut sich zunehmender Beliebtheit; vor allem in Hotelzimmern oder Sitzungs- und Konferenzräumen.

Interessenten und Konkurrenten

Vor zwei Jahren hat das KMU ein neues Firmengebäude in Lit-tau LU bezogen, einen nüchternen zweigeschossigen Zweckbau. Im Konferenzraum, der auch für Demonstrationszwecke genutzt wird, verrät Fleischer, dass er grosse Pläne hat. Der Bauboom in den Metropolen des Mittleren und Fernen Ostens hat die Geschäfte in letzter Zeit deutlich angekurbelt. Zudem erweitert sich das Feld der Anwender. Interesse an der Technologie bekunden immer mehr Luxuskliniken, Einkaufszentren, Wellness-tempel und ... Konkurrenten.