Seit vier Jahren pflegt Nespresso eine Kooperation mit der Recyclingorganisation für leere Aluverpackungen, der Igora-Genossenschaft in Zürich. «Mit der Recycling-Spezialistin fliesst viel zusätzliches Know-how in unsere Sammelaktivitäten. Besonders die Aktivitäten in Gemeinden und Städten werden durch unsere Partnerschaft intensiviert», betont Marc-Alain Dubois, Direktor Nespresso Schweiz. Gemeinsam können noch mehr Informationen zum Recycling der Kaffeekapseln aus Aluminium vermittelt und somit eine breite Öffentlichkeit erreicht werden.

Sammelcontainer installiert

Von Januar bis Ende Mai haben bereits 60 neue Gemeinden und Städte Nespresso-Sammelcontainer installiert. Doch nicht nur in kommunalen Stellen werden Kapseln gesammelt. Auch in die Nespresso-Boutiquen in allen grösseren Städten der Schweiz bringen immer mehr Kundinnen und Kunden ihre gebrauchten Kaffeekapseln zurück.

Der steigenden Nachfrage nach neuen Sammelstellen führt dazu, dass die Zahl der Sammelorte stark steigt: So im 2007 mit einem Zuwachs von 35% von 1285 auf 1743 Sammelstellen. Sie stehen vor allem in Gemeinden und Städten, aber auch in Nespresso-Boutiquen, in Partnergeschäften und in Recyclingbetrieben. Die in den letzten Monaten neu eröffneten Boutiquen in Zürich, Zug, Lausanne und Baden verfügen über eine spezielle Recycling-Ecke. Dort können die Kundinnen und Kunden ihre gesammelten Kapseln in einen Container werfen. Und selbst bei diesen Recycling-Ecken wird informiert: Mit einem Film und einer Broschüre über das Recycling. Auch Boutiquen, die noch nicht über eine eigene Recycling-Ecke verfügen, nehmen gesammelte Kapseln entgegen.

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Ein eleganter Sammelbehälter motiviert seit neuestem die Kaffeegeniesser zuhause zum Sammeln der gebrauchten Kapseln. Mit einem Durchmesser von 14 und einer Höhe von 32 cm schluckt er rund 100 Kapseln. Der geruchsfrei und absolut sicher verschliessbare Behälter wirkt wie eine moderne Designer-Handtasche. Komfortabel, kompakt und stilsicher bringen die Kundinnen und Kunden mit ihm ihre gesammelten Kapseln in die nächste Sammelstelle. Der Behälter kann bei Nespresso für 39 Fr. bezogen werden.

Grosse Erfahrung

Recycling-Verantwortliche in Städten und Gemeinden verfügen inzwischen über eine grosse Erfahrung. Karin Baumgartner ist administrative und technische Sachbearbeiterin in der Bauverwaltung in Bremgarten, einem Vorort von Bern mit rund 3900 Einwohnern. Letztes Jahr erhielt sie von Igora und Nespresso ein Mailing-Angebot zum Sammeln von Nespresso-Kapseln. «Das kam für mich wie gerufen», sagt sie, «denn immer wieder erhielt ich Anfragen von unseren Einwohnern betreffend Sammeln von gebrauchten Kaffeekapseln. Ich nahm sofort mit Nespresso Kontakt auf und kurze Zeit danach wurde ein Sammelcontainer mit einem Fassungsvermögen von 240 l angeliefert.»

Der Ansturm war riesig. Schon bald stellte sich heraus, dass der Container etwas zu klein war – praktisch jede Woche musste der prall gefüllte Behälter geleert werden. Wenig später kam deshalb ein zweiter Sammelstandort mit einem 770-l-Container hinzu. Heute reicht ein Volumen von insgesamt 1010 l den Bremgartner Kaffeetrinkern etwa drei bis vier Wochen; dann werden die Behälter jeweils vom Abholservice geräumt.

Auch in der Thurgauer Kantonshauptstadt Frauenfeld weiss Beat Wyss, stellvertretender Leiter des Werkhofes, einiges über das Sammeln von Kaffeekapseln zu berichten. Die «Stadt im Grünen» – wie die Thurgauer ihre Hauptstadt nennen – sei auf umweltgerechtes Verhalten ausgerichtet. «Deshalb liegt es mir sehr am Herzen, unserer Bevölkerung eine lückenlose Sammelinfrastruktur für alle wiederverwertbaren Stoffe zur Verfügung zu stellen», betont Beat Wyss. Ein Hinweis von der KVA Thurgau und zahlreiche Anfragen aus der Bevölkerung waren für das Einrichten einer Nespresso-Sammelstelle massgebend. Seither läuft die Sammlung reibungslos: Pro Monat werden im Werkhof fünf Container à 240 l mit den leeren Kaffeekapseln gefüllt – eine beachtliche Leistung bei 22000 Einwohnern.

Nachhaltiger Kreislauf

Von den diversen Sammelstellen aus gelangen die Nespresso-Kapseln zur Recyclingfirma Thévenaz-Leduc SA. Hier werden sie in der Shredderanlage zunächst zerkleinert. Der Kaffeesatz wird mittels Sieben vom Aluminium getrennt und in einer regionalen Kompostieranlage zu Dünger weiterverarbeitet.

Das gereinigte Aluminium wird im grenznahen Ausland mit modernster Technologie bei minimalen Emissionen aufbereitet: Beim Recyclingprozess werden in einem ersten Schritt die organischen Anteile der lackierten, bedruckten und beschichteten Verpackungen abgeschwelt. Dann gelangt das blanke Material in die Schmelzöfen. Aus dem gewonnenen flüssigen Aluminium fertigen Giessereien und Verarbeitungsbetriebe wiederum eine Viel- zahl hochwertiger neuer Aluprodukte.

Das Recycling von Aluminium lohnt sich immer. Bis zu 95% der Energie werden gegenüber der Erstherstellung eingespart, und überdies werden das Abfallvolumen reduziert und unsere Ressourcen geschont. Bereits sind 85% des Aluminiums für die Herstellung von Nespresso-Kapseln aus recycliertem Aluminium.

Gemeinsames Engagement

Die Erfolgsgeschichte der Nespresso-Kapsel geht also auch nach dem Kaffeetrinken weiter. Dank dem gemeinsamen Engagement und der Informationstätigkeit von Nespresso und der Igora-Genossenschaft in Sachen Recycling wird es Konsumentinnen und Konsumenten noch leichter gemacht, gleichzeitig zu geniessen und dabei ganz dem heutigen Trend entsprechend umweltfreundlich und nachhaltig zu handeln.