Mitarbeitende der UBS halten direkt 8% der Aktien ihres Arbeitgebers, hinzu kommen aktive und Ex-US-Mitarbeiter, die ihre Aktien treuhänderisch von der New Yorker The Depository Trust DTC (13,2%) verwalten lassen. Gleiches existiert für die britischen UBS-Anteilseigner unter dem Namen The Chase Nominees (8,8%). Hinzu kommen 7,5% Eigenbestand, verwaltet vom UBS-Top-Management. Macht summa summarum 37,5% der Stimmen. Sind alle an der aoGV für die vorgeschlagene Kapitalstärkung, ist die Schlacht wegen der Zweidrittel-Klausel entschieden, falls die Gesamtteilnahme 56% nicht übersteigt. Laut Ethos-Chef Dominique Biedermann besuchen meist 30% die UBS-GV.

Nach einem Ja würde sich die einseitige Eigentümerverteilung verstärken. Die zwei Staatsfonds aus Singapur (GIC) und dem arabischen Raum erhielten 9 respektive 2% an der Grossbank. Dereinst könnte sich jede zweite UBS-Aktie in den Händen von aktiven oder ehemaligen Angestellten und Partnern sowie befreundeten Aktionären befinden.

Wie das Personal abstimmen wird, ist allerdings offen. «Gerade jetzt liegt ein Interessenkonflikt auf der Hand», sagt Roger Bartholdi vom Bankpersonalverband und Mitglied des UBS-Personalausschusses. «Die Situation ist so, dass eine Kapitalerhöhung die UBS finanziell stärkt, andererseits trifft die Verwässerung auch die Mitarbeiter-Aktionäre.»

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Trotz dem bereits hohen Mitarbeiter-Aktionärsanteil gibt es seit 2004 das Programm Equity Plus, bei dem Angestellte pro erworbener UBS-Aktie gratis eine Option mit 10-jähriger Laufzeit erhalten. Nach zweijähriger Sperrzeit kann die Option mit Gewinn verkauft werden. «Die UBS ist interessiert an einem grossen Anteil von Mitarbeiter-Aktionären», begründet Sprecher Serge Steiner. «Dies steigert den Anreiz, gute Resultate für die Bank zu erzielen.»