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Mitarbeiter bespitzelt: Möbelhaus Ikea gibt Fehler zu

Ikea-Chef Ingvar Kamprad hat Probleme in Frankreich. (Bild: Keystone)

Überwachung und Bespitzelung: Ikea soll sich in Frankreich seinen Angestellten gegenüber nicht immer korrekt verhalten haben. Dies muss das Möbelhaus jetzt auch eingestehen.

Veröffentlicht am 06.04.2012

Ikea hat in Frankreich erstmals auf Vorwürfe reagiert, wonach Mitarbeiter und Kunden bespitzelt und überwacht worden sind. Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass Massnahmen bei Ikea Frankreich «nicht die Werte und die Ethik des Unternehmens respektiert haben». Das teilte das Unternehmen am Karfreitag in einer Mitteilung in Plaisir bei Paris mit.

Der französische Ableger des schwedischen Möbelgiganten kündigte interne Reformen an. So sei eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Das Unternehmen ging mit Hinweis auf laufende Ermittlungen der Kriminalpolizei nicht im Detail auf einzelne Fälle ein.

Die Staatsanwaltschaft in Versailles bei Paris hatte Vorermittlungen gegen Ikea Frankreich wegen illegaler Verwendung von Personaldaten eingeleitet, nachdem eine Gewerkschaft Anzeige erstattet hatte. Im Rahmen des Verfahrens durchsuchte die Justiz auch den Hauptsitz des Unternehmens.

(muv/awp)

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