Im UBS-Prozess um Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäscherei in Frankreich hat das Gericht ein Urteil am 20. Februar angekündigt. Das erklärte das Gericht am vorerst letzten Prozesstag am Donnerstag.

Der Schweizer Grossbank und einigen Mitarbeitern wird vorgeworfen, zwischen 2004 und 2012 Steuerflüchtlingen aus Frankreich geholfen zu haben, Geld in der Schweiz zu verstecken. Die französischen Staatsanwälte fordern für die Bank eine Geldbusse von 3,7 Milliarden Euro. Zusätzlich verlangt die Regierung von der Bank eine Schadenersatzzahlung von 1,6 Milliarden Euro.

Die UBS weist die Anschuldigungen zurück. «Für uns ist offensichtlich, dass der Anklage die Grundlage für diesen Fall fehlt. Wir haben volles Vertrauen in die französische Justiz», erklärte eine Sprecherin der Bank.

Das Urteil in Paris ist eine erste Richtungsentscheidung in dem bereits Jahre dauernden Streit. Ausgestanden dürfte dieser damit aber noch nicht sein – denn die unterlegene Seite kann die Entscheidung anfechten. Das Verfahren in Frankreich ist einer der grössten noch offenen Rechtsfälle für die UBS.

Anzeige

(reuters/mbü/ise)