Die Expansion im Handyreparatur-Geschäft hat Mobilezone Schub verliehen. Trotz gesunkenen Handyverkäufen kletterte im vergangenen Jahr der Umsatz des Telekomdienstleisters um 6,6 Prozent auf 325,9 Millionen Franken.

Das Plus ist unter anderem der Übernahme der Handyreparatur-Firma Mobiletouch zu verdanken, die Mobilezone im vergangenen Jahr für knapp 11 Millionen Franken erworben hat. Damit habe man drei weitere Zentren für Vor-Ort-Reparaturen von Handys in St. Gallen, Bern und Basel eröffnen können, teilte Mobilezone am Freitag mit.

Zuvor bot das Unternehmen den Reparaturservice bereits in Zürich und Luzern an. Insgesamt sei man nun Marktführer bei Handyreparaturen in der Schweiz und in Österreich. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg von 24,7 auf 25,1 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb der Reingewinn mit 21 Millionen Franken praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (20,9 Millionen Franken).

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Zugenommen habe der Verkauf von Bündelangeboten für Telefonie, Internet und Fernsehen. Teilweise enthielten die Bündelpakete auch Handyabonnements. Dazu habe Mobilezone auch die Angebote von UPC Cablecom und Sunrise TV ins Sortiment aufgenommen. Diese Produkte leisteten einen immer wichtigeren Beitrag zum Ergebnis.

Weniger Handys verkauft

Dagegen sind die Handyverkäufe geschrumpft. Ein Grund sei die weitere Verlagerung zu hochwertigen Smartphones, die weniger oft ersetzt würden, hiess es. Viele Leute wüssten genau, welches Gerät sie sich kaufen wollten, und würden dann mit dem Kauf warten, bis dieses erscheine.

Kassenschlagergeräte kamen erst ab dem Sommer auf den Markt. Für das im Herbst lancierte iPhone 5 von Apple seien so viele Vorbestellungen eingegangen wie noch nie. 2012 dominierten Apple und Samsung erneut den Smartphonemarkt, der ehemalige Branchenleader Nokia war nur noch bei den klassischen Handys erfolgreich.

Durch die Einführung der neuesten HTC, Nokia und Sony Smartphones könnte sich dies jedoch schon bald ändern, schreibt Mobilezone. Das neueste Nokia-Handy, das Anfang dieses Jahres auf den Markt gekommen sei, habe eine breite Käuferschaft angesprochen. Die neuen Geräte würden den Handymarkt in diesem Jahr beleben.

(tno/aho/sda)