Der Industriekonzern Siemens kämpft weiter mit der schleppenden Anbindung von Windparks auf hoher See an das Stromnetz. Im Ende März ausgelaufenen Quartal werde erneut eine Rückstellung in dreistelliger Millionenhöhe fällig, schrieb die «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens. Diese werde in der Grössenordnung des Vorquartals ausfallen, als Siemens wegen der Probleme in der Energiesparte 203 Millionen Euro in den Wind schrieb.

Zudem muss Siemens dem Bericht zufolge den prognostizierten Gewinn von sechs Milliarden Euro aus fortgeführtem Geschäft im Geschäftsjahr 2011/2012 (30. September) kippen. Dies solle mit der Vorlage des Quartalsberichts am 25. April erfolgen. Zugleich ziehe der Konzern personelle Konsequenzen: Udo Niehage, Chef der Stromübertragungssparte muss gehen. Siemens habe die Informationen nicht kommentiert.

(vst/muv/awp)