Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hält an einer eigenen Onkologie-Pipeline fest und beendet die Forschungsallianz mit Roche. Das Bekenntnis zur Entwicklung einer eigenständigen Pipeline ohne Partner werde damit bekräftigt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. So sollen die klinische und präklinische Entwicklung der Pipeline vorangetrieben und die Aktivitäten im Bereich Immun-Onkologie aufgebaut werden.

Die Zusammenarbeit mit Roche, mit welcher das Unternehmen seit Ende 2013 in der Forschung und Entwicklung von Krebsmedikamenten zusammengearbeitet, wird beendet. Im Rahmen der Kooperation mit Roche sollten mehrere proprietäre Therapeutika mit biologischen DARPin-Wirkstoffen von Molecular Partners mit zytotoxischen Wirkstoffen von Roche zur Krebsbehandlung kombiniert werden.

Aktie im Sinkflug

Es sei noch offen, ob die DARPin-Wirkstoffe aus dieser Partnerschaft zur eigenen Pipeline hinzugefügt werden sollen.

Die Meldung kommt bei Aktionären nicht allzu gut an: Kurz vor Mittag notiert das Papier bei hohen Volumen 6,2 Prozent tiefer bei 34,60 Franken. Viele Marktteilnehmer dürften aber vor allem einmal Gewinne mitnehmen. Das Papier ist nämlich seit dem IPO im letzten Dezember und einem Ausgabepreis von 22,40 Franken ein ziemlicher Überflieger.

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(awp/ise)