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Monika Ribar soll die SBB präsidieren

Monika Ribar: Sie führte über lange Zeit den Panalpina-Konzern. Keystone

Die SBB hat bald eine Frau als Präsidentin: Monika Ribar soll im Juni die Nachfolge von Ulrich Gygi antreten. Die Managerin hat bereits mehrere gewichtige Mandate.

Veröffentlicht am 27.01.2016

Monika Ribar soll neue Verwaltungsratspräsidentin der SBB werden. Der Bundesrat hat ihre Kandidatur am Mittwoch gutgeheissen. Gewählt werden soll Ribar an der Generalversammlung vom 15. Juni 2016.

Damit würde die amtierende Vizepräsidentin Nachfolgerin von Ulrich Gygi. Das Vizepräsidium hat Ribar seit knapp zwei Jahren inne. Vorher war sie während 23 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen beim Logistikunternehmen Panalpina tätig, von 2006 bis 2013 als Chefin (CEO).

Professionelle Verwaltungsrätin

Ribar ist eine der wenigen professionellen Verwaltungsrätinnen der Schweiz. Dank ihrer Vernetzung wurde sie von der «Financial Times» 2009 in die Liste der 50 einflussreichsten Geschäftsfrauen der Welt aufgenommen, wo sie seither ihren festen Platz hat - als einzige Schweizerin.

Neben dem Mandat bei der SBB sitzt Ribar in den Verwaltungsräten von Lufthansa, des französischen Elektrokomponenten-Konzerns Rexel und des Baustoffkonzerns Sika. Dort ist sie in den seit über einem Jahr andauernden Machtkampf mit der Erbenfamilie involviert, die ihre Kontrollmehrheit an die französische Saint-Gobain-Gruppe verkaufen will.

Sie kennt sich aus mit Logistik

Im Juni vergangenen Jahres war die 1959 geborene Ribar aus dem Verwaltungsrat des Computerzubehör-Herstellers Logitech zurückgetreten. Bis Ende 2010 gehörte sie zudem dem Aufsichtsgremium der Bank Julius Bär an.

Der Bundesrat habe Ribars Kandidatur aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Logistikbranche und ihrer vertieften Kenntnisse der SBB gutgeheissen, heisst es in einer Mitteilung.

Gygi tritt im Sommer zurück

Diese wird sie als SBB-Präsidentin beispielsweise in die Diskussion um die Neuausrichtung von SBB Cargo einbringen können. Die Öffnung der Gütertransporttochter ist letztes Jahr im Parlament zwar gescheitert. Der Bundesrat hat nun aber den Auftrag, die Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens auszuloten.

Ulrich Gygi tritt im Juni von seinem Amt zurück. Er präsidiert den Verwaltungsrat der SBB seit 2009. Zuvor war Gygi Chef der Schweizerischen Post.

(sda/mbü)

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