Sinkende Preise für Mais und Soja machen dem US-Agrarkonzern Monsanto das Leben schwer. Am Mittwoch gab der weltgrösste Saatguthersteller einen schwächeren Ausblick auf das neue Jahr, als dies viele Experten der Wall Street erwartet hatten.

Im am 1. September angelaufenen neuen Geschäftsjahr werde sich der Gewinn je Aktie auf 5,75 bis 6 US-Dollar je Aktie belaufen, kündigte Monsanto an. Vor allem das erste Quartal dürfte schwach ausfallen. Wegen Lieferverschiebungen werde der Gewinn nur in etwa die Hälfte von dem des Vorjahres erreichen. Erst ab dem dritten Quartal werden die Geschäfte wieder anziehen, teilte Monsanto mit. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten erwarten für das Gesamtjahr derzeit einen Gewinn von 6,03 Dollar je Aktie.

Viertes Quartal schwächer als erwartet

Auch das Ergebnis im vierten Quartal des Ende August abgelaufenen Geschäftsjahres fiel schlechter aus als erwartet. Monsanto wies für die Monate Juni bis August einen Verlust von 156 Millionen Dollar aus. Im Vorjahr hatte der Konzern allerdings mit 249 Millionen Dollar ein noch grösseres Minus in den Büchern gehabt. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 2,2 Milliarden auf 2,6 Milliarden Dollar.

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Das US-Landeswirtschaftsministerium hatte erst vor Kurzem für das laufende Jahr aufgrund der günstigen Witterung starke Ernten voraus gesagt. Durch das hohe Angebot sinken allerdings die Getreidepreise. Damit habe Monsanto wenig Spielraum seinerseits die Saatgutpreise anzuheben, hatte Vorstandschef Hugh Grant bereits im August gewarnt. Die Monsanto-Aktie legte im frühen Handel am Mittwoch leicht zu.

(awp/gku/ama)