Fast vier Monate nach dem Übernahmeangebot der amerikanischen Monsanto an die Basler Syngenta ist weiter offen, wer die Überhand bekommen wird. Die beiden führenden Agrochemie-Unternehmen befinden sich in einem Schwebezustand: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Beide Seiten versuchen derzeit, Investoren zu umgarnen und auf die eigene Linie einzuschwören.

Bereits entschieden ist dagegen eine Auseinandersetzung, welche die beiden Konzerne vor dem europäischen Patentamt ausgetragen haben, wie die «Handelszeitung» schreibt. Der Punkt geht dabei an Monsanto. Der Saatguthersteller aus St. Louis kann seinen Brokkoli Beneforté patentieren lassen. Das hat das Amt nun letztinstanzlich entschieden.

Syngenta kann Entscheid nicht nachvollziehen

Gegen den Willen von Syngenta: Im Beschwerdeverfahren ging es um die Grundsatzfrage, ob Produkte aus konventionellen Züchtungen patentierbar sind, obwohl das europäische Patentübereinkommen «im wesentlichen biologische Verfahren» von der Patentierbarkeit ausnimmt.

«Aus unserer Sicht hätte das Patent nicht erteilt werden dürfen», schreibt Syngenta in einer Stellungnahme. Die Basler kritisieren, Beneforté sei zu wenig neu, zu wenig innovativ und das Patent sei zu wenig gut beschrieben.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.