Der Agrochemiekonzern Syngenta ist laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg unter bestimmten Bedingungen bereit, mit dem US-Konkurrenten Monsanto über eine Übernahme zu verhandeln. Demnach müsste Monsanto die Offerte ausreichend erhöhen und eine Milliardenschwere Gebühr zahlen, sollte der Zusammenschluss scheitern, berichtet Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

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Syngenta erwarte, dass die Offerte auf mindestens 500 Franken je Aktie erhöht werde. Zudem solle dabei die Cash-Komponente erhöht werden. In seinem Angebot Anfang Mai hatte Monsanto 449 Franken je Syngenta-Aktie geboten. Die Barmittelkomponente lag dabei bei 45 Prozent. Durch einen höheren Barbetrag an die Aktionäre wolle Syngenta das Risiko verringern, dass seinen Aktionären durch einen fallenden Monsanto-Kurs Verluste entstehen.

Syngenta verlangt weitere Sicherheit

Gleichzeitig wolle sich Syngenta laut Bloomberg eine Gebühr sichern, sollten die Verhandlungen am Ende scheitern und es nicht zu einer Übernahme kommen. Der Agrochemiekonzern verlange für diesen Fall eine Zahlung von um die 10 Prozent des Kaufpreises. Das wären nach aktuellem Stand etwa 4,5 Milliarden Dollar. Normalerweise liege diese Gebühr bei 3 bis 5 Prozent des Gebotspreises, heisst es ergänzend in dem Bericht.

In dem Bericht heisst es zudem, dass die Anwälte der beiden Konzerne derzeit daran arbeiten, wie mögliche kartellrechtliche Bedenken ausgeräumt werden könnten. Allerdings sei dies alleine kein Garant für eine Gebotsnachbesserung durch Monsanto, betonten die von Bloomberg zitierten Personen.

(awp/gku/moh)