Der weltgrösste Saatgutkonzern Monsanto aus den USA wollte bis vor kurzem den Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta übernehmen, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der Deal sei geplatzt, schreibt die Agentur unter Berufung auf Insider weiter. Einer der Hauptgründe für die Avancen an die Schweizer sei Steueroptimierung gewesen. So hätte Monsanto seinen Steuersitz einfach in die Schweiz überführen können. Bloomberg schreibt, diese Aktion sei ein weiteres Beispiel, wie US-Firmen auf ihrer Suche nach Steueroptimierung Konkurrenten übernehmen wollten, wie etwa das Beispiel Pfizer und AstraZeneca zeigte.

Syngenta auf über 40 Milliarden geschätzt

Monsanto und Syngenta hätten in den vergangen Monaten Sondierungsgespräche abgehalten. Danach sei das Syngenta-Management aber von weiteren Verhandlungsschritten abgekommen. Exponenten der Firmen sahen als Problempunkte kartellrechtliche sowie steuerliche und produktstrategische Bedenken. Auch hegten die Amerikaner Ängste, dass der Deal bei den Politikern in Washington nicht überaus gut ankommen würde.

Während den Gesprächen bezifferten die Manager den Wert von Syngenta auf über 40 Milliarden Dollar, so Bloomberg weiter. Obwohl die Verhandlungen momentan auf Eis liegen, sei eine Wiederaufnahme der Gespräche gemäss Insidern möglich.

(chb)