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Moody's stuft Bonität der Deutschen Bank herab

Deutsche Bank in Frankfurt: Moody's glaubt nicht mehr recht an den Umbau.  Keystone

Für die Ratingagentur ist die Deutsche Bank zu stark vom Investmentbanking und Erträgen an den Kapitalmärkten abhängig. Moody's stuft den deutschen Branchenleader deshalb herab.

Veröffentlicht am 29.07.2014

Die Ratingagentur Moody's glaubt nicht an eine rasche Wende zum Besseren bei der Deutschen Bank. Trotz der jüngsten, 8,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung stufte Moody's die langfristige Bonität des deutschen Branchenprimus am Dienstag auf «A3» von «A2» herab.

Die Renditen der Bank seien mässig und würden von den Kosten für Rechtsstreitigkeiten, Altlasten und den Umbau des Konzerns belastet. Zugleich sei sie immer noch stark vom Investmentbanking abhängig. Dabei drohten der Bank - wie den meisten Grossbanken in Europa - weitere Herabstufungen ihres Ratings, weil die Bereitschaft der Staaten zu einer finanziellen Unterstützung in Finanzkrisen schwinde.

Struktureller Nachteil

Zumindest in diesem und im nächsten Jahr sei noch mit Druck auf die Gewinne der Deutschen Bank zu rechnen. «Wir erwarten auf absehbare Zeit mässige Zahlen und eine starke Abhängigkeit von den Erträgen an den Kapitalmärkten», erklärte Moody's-Analyst Peter Nerby.

Das sei ein struktureller Nachteil, der sich kaum wettmachen lasse. «Das hat zu der Herabstufung geführt.» Der Bank gelinge es kaum, ihre Kapitaldecke aus dem operativen Geschäft heraus aufzubessern, hiess es in der Moody's-Studie.

(reuters/gku/se)

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