1. Home
  2. Unternehmen
  3. Mopac: Massenentlassung im Emmental

Frankenstärke
Mopac: Massenentlassung im Emmental

Das Ende der Kursuntergrenze zum Euro fordert immer mehr Opfer: Die Verpackungsfirma Mopac will bis zu 80 Stellen streichen, weil der starke Franken zu Finanzengpässen führt.

Veröffentlicht am 09.10.2015

Die Emmentaler Verpackungsfirma Mopac plant die Entlassung von bis zu 80 Mitarbeitern. Ein entsprechendes Konsultationsverfahren für eine Massenentlassung wurde eingeleitet.

Diese Massnahme werde vorsorglich getroffen und stehe im Zusammenhang mit der massiven Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro, schreibt der Sachwalter der Mopac in einer Mitteilung von Donnerstag.

Mindestkurs-Aus führte zu Engpass

Die Einleitung des Konsultationsverfahrens solle dem Unternehmen erlauben, falls nötig auf einen Rückgang ihres Umsatzes rechtzeitig zu reagieren und damit ihre laufenden Sanierungs- und Restrukturierungsbemühungen vorantreiben zu können, heisst es weiter.

Die Emmentaler Firma geriet nach der Aufhebung der Euro-Mindestkurses Mitte Januar in einen akuten Finanzengpass und musste darum Ende März Nachlassstundung beantragen. Seither wird das Unternehmen von einem Sachwalter geführt. Die Herstellerin von Plastikverpackungen beschäftigt in Wasen und Eriswil rund 220 Angestellte. Zu ihren Kunden zählen Coop, Migros, Spar, Nestlé und Emmi.

(sda/ise/ama)

 

Anzeige