Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat im ersten Quartal dank eines starken Handels mit Aktien und Anleihen überraschend viel verdient. Der Nettogewinn sei um 60 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar geklettert, teilte der Goldman-Sachs-Rivale am Montag mit

Mit dem Quartalsergebnis wurden die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Vorbörslich verteuerten sich Morgan-Stanley-Aktien daraufhin um 2,6 Prozent.

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Einnahmen um zehn Prozent gestiegen

«Dies ist das stärkste Quartal seit vielen Jahren», sagte Bankchef James Gorman. Die meisten Geschäftszweige hätten dazu beigetragen. Insgesamt kletterten die Einnahmen von Januar bis März zum Vorjahr um gut zehn Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar.

Im Aktienhandel betrug das Plus 33 Prozent. Morgan Stanley verlor hier dennoch die Spitzenposition an Goldman Sachs. Im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen gab es ein Einnahme-Plus von 15 Prozent. Morgan Stanley profitierte hier wie andere Banken auch von den Entscheidungen der Notenbanken, die Schwung in den zuvor lange lahmenden Handel mit festverzinslichen Wertpapieren brachten.

Weniger Risiken

So gab die Schweizer Zentralbank die Koppelung des Franken an den Euro auf. Die Europäische Zentralbank kauft für monatlich 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und in den USA rückt die erste Zinserhöhung seit Jahren näher. Auch die Deutsche Bank ist im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren stark präsent. Zahlen der Frankfurter werden Ende des Monats erwartet.

Morgan Stanley konzentriert sich unterdessen weniger als früher - eine Lehre aus der Finanzkrise - auf den schwankungsanfälligen Handel. Dafür rückt die stabilere Vermögensverwaltung in den Vordergrund. Hier legten die Einnahmen im Quartal um sechs Prozent zu. 39 Prozent der gesamten Erlöse kommen mittlerweile aus diesem Segment.

(reuters/dbe/ama)