1. Home
  2. Unternehmen
  3. Morgan Stanley mit klar besserem Kerngewinn

Morgan Stanley mit klar besserem Kerngewinn

Besonders das lukrative Geschäft mit Anleihen und Rohstoffen hat sich bei Morgan Stanley erholt. (Bild: Keystone)

Die US-Investmentbank hat im dritten Quartal den Gewinn im Kerngeschäft kräftig gesteigert - netto resultierte jedoch ein Verlust von einer Milliarde Dollar. Dennoch zeigte sich der Markt mit dem Resu

Veröffentlicht am 18.10.2012

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn im Kerngeschäft dank höherer Einnahmen im Handel kräftig gesteigert. Das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft ohne Sonderposten wuchs im dritten Quartal auf 561 Millionen Dollar, nach 64 Millionen Dollar vor einem Jahr.

Netto einschliesslich Wertberichtigungen bei eigenen Schulden fiel allerdings ein Verlust von 1 Milliarden Dollar an, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr stand auf dieser Basis noch ein Plus von 2,2 Milliarden Dollar zu Buche. In einer ersten Marktreaktion zeigten sich die Anleger mit der Bilanz zufrieden: Die Aktie legte vorbörslich um 1,2 Prozent zu.

Besonders das lukrative Geschäft mit Anleihen und Rohstoffen habe sich erholt, sagte Bankchef James Gorman am Firmensitz in New York. Gorman stellt Morgan Stanley gerade auf ein neues Fundament: Er baut die Vermögensverwaltung für reiche Kunden aus. Dieses Feld gilt auch in Krisenzeiten als stabile Einnahmequelle.

Dazu hat er jüngst weitere Anteile an der Vermögensverwaltungs-Tochter Morgan Stanley Smith Barney übernommen, die seine Bank zusammen mit der Citigroup betreibt. Morgan Stanley will den Partner bis 2015 komplett auszahlen.

Investmentbanken wie Morgan Stanley oder der grosse Rivale Goldman Sachs erzielen ihre Einkünfte klassischerweise vor allem am Kapitalmarkt, etwa aus der Beratung von Firmen bei Börsengängen und Fusionen oder bei der Platzierung von Anleihen. Bis zur Finanzkrise zockten die Banken auch stark mit eigenem Geld.

Goldman Sachs verdiente zuletzt unterm Strich 1,5 Milliarden Dollar. Grosse Universalbanken wie JPMorgan Chase und Wells Fargo mit ihrem Privatkundengeschäft schnitten noch besser ab.

(rcv/tke/sda)

Anzeige